Bereitet sich mit dem Blasorchester Siebnen aufs Jahreskonzert vor: der zweite Projektdirigent Urs Bamert.
Bereitet sich mit dem Blasorchester Siebnen aufs Jahreskonzert vor: der zweite Projektdirigent Urs Bamert.

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Blasorchester sucht Leiter mit Projektdirigaten

Das Blasorchester Siebnen sucht seinen neuen Dirigenten mit Projektdirigaten. Der zweite, der das BOS ein halbes Jahr lang dirigiert, ist der einheimische Urs Bamert.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Dirigenten Tony Kurmann hat sich das Blasorchester Siebnen (BOS) entschieden, seinen neuen musika lischen Leiter mittels Projektdirigaten zu finden. Vier Dirigenten stehen zur Auswahl. Nach dem Bieler Jean-Christophe Monnier leitet Urs Bammert seit den Sommerferien das Blasorchester.

Urs Bamert ist der einzige der vier Dirigenten, der im BOS Mitglied ist. Ob das ein Vor- und Nachteil ist, kann der Siebner nicht sagen. «Es kann beides sein. Der Vorteil ist, dass ich das Potenzial und die Situation des Blasorchesters kenne. Die jüngeren Mitglieder kennen meine Art, zu musizieren und zu proben schon aus der Siebner Jugendmusik», erklärt Bamert. Genau dies könne aber auch ein Nachteil sein, da man ein Bild von jemandem nicht so schnell ändere. «Die Vorteile überwiegen. Ich habe ein gutes Gefühl, die Akzeptanz ist hoch», resümiert Bamert.

Chance nutzen

Bamert findet die Idee des BOS, Kurmanns Nachfolger mittels Projektdirigaten zu finden, gut. «Für ein Orchester, das so lange denselben Dirigenten hatte, ist es gut, Neues zu erleben und zu probieren, bevor es sich längerfristig bindet», sagt er. Auf die Frage, warum er nebst seinem Engagement bei anderen Orchestern (siehe Box) und für den musikalischen Nachwuchs in der Region auch gerne neuer Dirigent des Siebner Höchstklassorchesters sein würde, antwortet Bamert lachend: «Abwechslung macht das Leben reizvoll.» Wenn man die Chance erhalte, ein solch hervorragendes Orchester zu leiten und mit ihm zusammen zu musizieren, solle man diese Gelegenheit auch nutzen.

Am 11. und 12. Dezember leitet Urs Bamert das Winterkonzert des Blasorchesters: «Es soll ein musikalisches Erlebnis für alle Beteiligten werden», so Bamert. Auf dem Programm steht Musik aus dem Süden. So gibt das BOS «Tänze aus Kreta» des englischen Komponisten Adam Gorb zum Besten, ebenso die Ouvertüre zu einer spanischen Zarzuela-Operette, und spielt Ottorino Respighis berühmte farbige «Pinidi Roma», ein Stück über die Pinien von Rom, das, wie Bamert ausführt, schon lange auf der Wunschliste des Siebner Blas orchesters stand.

Ziel seines halbjährigen Projektdirigats beim BOS ist für Urs Bamert, unabhängig vom Stil gute Musik zu machen und die beiden Konzerte zu einem schönen musikalischen Erlebnis für alle Beteiligten werden zu lassen. Für ihn ist wichtig, dass der Dirigent den Mitgliedern viel Eigenverantwortung überträgt: «Es ist ein Wechselspiel zwischen selbst Verantwortung übernehmen und den Musikern Verantwortung übergeben.»



Weitere Infos

www.blasorchester.ch



March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.11.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/9nd1LJ