Zum krönenden Abschluss des Abends traten nochmals alle Jodler und Jodlerinnen gemeinsam auf. Bild: Kurt Fässler
Zum krönenden Abschluss des Abends traten nochmals alle Jodler und Jodlerinnen gemeinsam auf. Bild: Kurt Fässler

Nachrichten

Bodenständige Kost in Unteriberg

Einheimische und Gäste überzeugten gleichermassen Der Jodlerklub Ybrig bot letzten Samstag, 30. April, im MZH Baumeli mit seinem Jodlerabend der Bevölkerung mit dem zur Tradition gewordenen Anlass beste Unterhaltung. In ihrem Programm hatten sie den Jodlerclub Heimetfreud aus Mosnang zu Gast.

Bei voll besetztem Saal begrüsste Josef Kuriger, der Präsident, die Gäste aufs Herzlichste. Darunter befanden sich viele Delegationen aus allen vier Himmelsrichtungen. Mit einem frischen Naturjutz eröffneten die Ybriger das Programm. Viel Applaus ernteten die beiden Mädchen und ihr ebenfalls junger Begleiter, die verkleidet und mit Witz und Humor durch den Abend führten. Ein schönes Bild ergab der Auftritt der Toggenburger in ihren schmucken Trachten. Auffällig unterschied sich ihr Naturjodel, der zuerst leicht schwermütig erklang, es fehlte nur noch das Talerschwingen. Das folgende Lied «im schönen Toggenburg» aber wurde stimmgewaltig und akzentuiert vorgetragen.

Junge Musikanten überzeugten

Freudig begrüsst wurden die jungen Musikantinnen und Musikanten der Familienkapelle Reichmuth «Echo vom Paradiesli». Inzwischen sind sie durch ihre Fernsehauftritte fast im ganzen Land bekannt. Michi und Simon an der Harmonika, Alisha am Piano, Ueli am Bass und die kleine Shanja mit der Trompete. Schon mit dem ersten Stück «Klänge vom Pilatus» von Heiri Meier spielten sie sich in die Herzen der Zuhörer. Die junge, frische, aufgeschlossene Fröhlichkeit übertrug sich auf die Toggenburger, denn ihr nächster Auftritt mit «Säg Froueli gib doch nah» kam locker und lustig daher. Vor der Pause war es nochmals am «Echo vom Paradiesli», das Publikum zu erfreuen.

Wie auf einem Blumenfeld

Im zweiten Teil des Abends begannen die Toggenburger mit «Alpsummer» und «Dankä sägä». Die beiden Vorträge gefielen so gut, dass eine Zugabe gewünscht wurde. Doch was wäre ein Jodlerabend ohne das Duett Astrid Bellmont und Adrian Kuriger. Der Vortrag «Alpeblueme» von Ruedy Rymann sangen die beiden so ausdrucksstark und gefühlvoll, dass man sich bei geschlossenen Augen inmitten eines grossen Blumenfeldes wähnte. An dieser Stelle ein Kompliment dem Publikum, denn im Saal war es mäuschenstill. Mit einer weiteren Überraschung warteten die jungen Leute vom Paradiesli auf, indem Alisha vergnügt aber sehr gekonnt mit dem Saxophon auftrat, um dann schnellstens zum Klavier zu wechseln, damit sie ihre beiden Brüder mit dem akrobatischen Handharmonikaspiel unterstützen konnte. Stürmisch wurde für Zugabe applaudiert.

Wehmütig

Fast als Abschluss nahm der Ybriger Jodlerklub nochmals die Bühne ein und gab das vom Syti Anni komponierte Lied «s'Ybrig» zum Besten. Leise Wehmut kam mit dem Lied «Uf em Heiwäg» auf, bei dem sinnigerweise das Licht abgedunkelt wurde. Natürlich durfte das Programm nicht enden ohne das Gesamtchorlied «Bärgwanderig». Die Dirigentin Rita Ehrler animierte alle Jodler auf die Bühne zu kommen und wünschte, dass der Refrain von der ganzen Zuschauerschar mitgesungen werde. Mit weit ausholender Geste steckte sie den ganzen Saal an und es gelang ihr bestens, eine Riesenstimmung zu machen. Dann gab es viele Dankesworte, Komplimente und Blumensträusse. Mit grosser Genugtuung darf sich der Jodlerklub Ybrig an diesen schönen Abend erinnern. Anschliessend spielte zur Unterhaltung und zum Tanz das Ländlertrio Chaltbächlergruess auf.

Einsiedler Anzeiger (kuf)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.05.2016

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