Accento musicale im vergangenen Februar mit Messiaens epochalem "Quatuor pour la fin du temps", vlnr. Katharina Weissnebacher (Vc), Eleonora Em (Klav), Urs Bamert (Klar) und Donat Nussbaumer (V)
Accento musicale im vergangenen Februar mit Messiaens epochalem "Quatuor pour la fin du temps", vlnr. Katharina Weissnebacher (Vc), Eleonora Em (Klav), Urs Bamert (Klar) und Donat Nussbaumer (V)

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Brahms, Schumann & Co.: Sommer-Serenade mit „Accento musicale“

Sehr spontan hat sich das kantonsweit bekannte Ausserschwyzer Kammermusik-Ensemble „Accento musicale“ entschlossen, das musikalische „Sommerloch“ mit einer Serenade auszufüllen – und zwar am Sonntag, 31. Juli, 18.30 Uhr, in der Remise des Weingutes Clerc Bamert auf dem Rüteli.

Die Profimusiker aus Ausserschwyz freuen sich, wieder einmal an einen ihrer häufigsten Konzertorte der letzten Jahre zurückzukehren, für einmal nicht mit Salonmusik, sondern mit einem frischen Klassikprogramm passend zu einem hoffentlich lauen Sommerabend, hoch über dem Oberen Zürichsee am Buechberg, mit Blick auf die Abendsonne und den See! Das Trio spielt dieses Mal in der Besetzung mit Violine, Klarinette und Klavier, mit dem Altendorfer Geiger Donat Nussbaumer, ausserhalb der Orchesterferien zweiter Konzertmeister im renommierten Zürcher Kammerorchester, dem Siebner Musiker Urs Bamert, und der Pianistin Eleonora Em, seit vier Jahren Klavierpädagogin und Korrepetitorin unter anderen an der Ausserschwyzer Kantonsschule, und seit Februar Mitglied des Ensembles.

Hochromantisches Programm

Hochromantisches für Violine beziehungsweise Klarinette und Klavier steht auf dem Programm: Die A-Dur-Violinsonate von Johannes Brahms und „Soiréestücke“ von Robert Schumann, dazu kommt die an Rachmaninoff erinnernde Musik zum Film „Dangerous Moonlight“ (1941) des britischen Komponisten Richard Addinsell, bekannt unter dem Namen „Warschauer Konzert“. Anfang und Schluss machen zwei Trios: Jenes des Schostakowitsch-/Prokofieff-Zeitgenossen Aram Katschaturian ist eines der ersten anerkannten Werke eines jungen Komponisten, der dazu bestimmt war, für die armenische Musikkultur die gleiche Rolle zu spielen wie Grieg in Norwegen oder Sibelius in Finnland. Sein Trio aus dem Jahre 1932 ist reich an orientalischen Einflüssen und Folkloristik.

Neues von Professor Schickele

Ebenso um Folklore geht es im letzten Werk: „Bluegrass“ und „Boogie-Woogie“ aus Amerika verspricht das „Enfant terrible“ der dortigen „ernsten“ Musik, der Komponist und Satiriker Peter Schickele. Seine erdachte Biographie des P.D.Q. Bach, eines fiktiven letzten Sohnes des grossen Barockkomponisten Johann Sebastian Bach, hat er mit einer grossen Anzahl selbst komponierter parodistischer Musikstücke, die er unter diesem Pseudonym veröffentlichte, „ergänzt“. Mit schöner Regelmässigkeit „entdeckt“ Prof. Schickele neue alte Werke des P.D.Q. Bach, gibt diese heraus und führt sie erstmals auf, insbesondere in seinen legendären Weihnachtskonzerten in der New Yorker Carnegie Hall. Schickele ist jedoch auch durch eigene Kompositionen hervorgetreten, etwa durch eine „Musik für eine schreckliche Menge von Bläsern und Schlagzeugern“, oder eben die  „Serenade für Drei“, eine im Titel harmlos tönende, aber stilistisch durch alle Arten von Unterhaltungsmusik „gewaschene“, amüsant-unterhaltende Abendmusik…

„Accento musicale“ freut sich zusammen mit der Winzerfamilie, seine treue Ausserschwyzer „Fan-Gemeinde“ zu seinem Sommerkonzert, dem 55. Programm (!), aufs Rüteli ob Nuolen einladen zu dürfen. Der Eintritt ist frei.



Weitere Infos zum Ensemble unter www.accentomusicale.ch





Urs Bamert

Autor

Urs Bamert / Sinfonieorchester Kanton Schwyz / Kammermusik-Vereinigung Accento musicale/Ensemble 4 Clarinets

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.07.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/N161ma