Orchester und Singkreis Brunnen mit Dirigent Stefan Albrecht. Bilder Nadine Annen
Orchester und Singkreis Brunnen mit Dirigent Stefan Albrecht. Bilder Nadine Annen

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«Brunnen darf stolz auf Schoeck sein»

Das erste Schoeck-Festival ist eröffnet. 300 Leute entdeckten den Brunner Komponisten neu und bejubelten seine Musik.

Volles Haus am Donnerstagabend zur Eröffnung des Schoeck-Festivals in Brunnen. Rund 300 Personen waren dabei, als das Doppeljubiläum von Maler Alfred und Komponist Othmar Schoeck von prominenten Rednern und Laudatoren eröffnet wurde. Zu entdecken galt es dabei insbesondere die Musik des Brunner Komponisten, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beinahe in Vergessenheit geriet.

Applaus für die Schoeck-Musik

Der Eröffnungsabend war ein eigentlicher Brunner Abend, an dem sich einheimische Vereine der ganzen Breite von Schoecks Musik annahmen. Die Musikgesellschaft Brunnen unter der Leitung von Michael Schlüssel überraschte mit lüpfig-frischen Märschen, der Männerchor unter der Leitung von Erika Fässler sowie der Singkreis und das Orchester Brunner (Stefan Albrecht) erweckten die Schoeck-Lieder zu neuem Leben und überraschten die Gäste aus Kultur und Politik. Eindrücklich, was schon der junge Schoeck als Student aufs Papier brachte. Geradezu pompös und überwältigend sind auch die beiden Stücke, welche er für das Japanesenspiel 1907 komponierte und die nach über 100 Jahren quasi eine zweite Uraufführung erlebten. Der ganze Abend kann auf dem «Bote»-Video nochmals genossen werden.

Der Landammann hofft

«Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt», freute sich Isabel Schoeck im Namen ihrer ebenfalls anwesenden Geschwister im «Waldstätterhof», und erzählte Anekdoten aus der Jugendzeit in der «Villa Ruhheim». Für Laudator und Schoeck-Biograf Chris Walton wiederum war klar: «Brunnen darf auf Othmar Schoeck stolz sein und ihn feiern.» Sichtlich berührt eröffnete zuvor Kuratoriums- Präsident RichardWyrsch das Festival und damit zunächst den «Brunner Abend für einen gebürtigen Brunner ». Landammann Othmar Reichmuth dankte den Organisatoren im Namen der Regierung und hoffte, «dass das Festival nicht ein einmaliges Ereignis bleibt».

Bote der Urschweiz (Jürg Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.09.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/5U83SH