Krumme Dinger: «Hubsi» (rechts), gespielt von Lars Schnüriger, mit dem Grosskunden Steffisburg (links), gespielt von Beni Schuler. Bild Simon Eberhard
Krumme Dinger: «Hubsi» (rechts), gespielt von Lars Schnüriger, mit dem Grosskunden Steffisburg (links), gespielt von Beni Schuler. Bild Simon Eberhard

Nachrichten

Chaos in der Uhrenhalle

Am Samstag fand in der Mehrzweckhalle Eggeli in Sattel die Premiere des Stücks «De Chef weiss vo nüüt» von Corinne Gasser statt. Das diesjährige Theater des Jugendvereins Sattel (JuVeSa) behandelt das ernste Thema Mobbing am Arbeitsplatz – und das mit einer gehörigen Portion Humor.

Hubert Kunz, genannt «Hubsi» (Lars Schnüriger), ist Verkaufs- und Personalchef in der Uhrenfirma Winter Corporate und alles andere als ein vorbildlicher Angestellter: Seine Umgangsformen lassen zu wünschen übrig, er treibt dubiose Geschäfte und mobbt obendrein noch seine Mitarbeiter – ganz nach dem Motto «De Chef weiss vo nüüt». Als Hubsi wieder einmal kräftig auf Sachbearbeiterin Laura Zuberbühler (Vanessa Gaio) rumhackt, weiss sie sich nicht mehr anders zu helfen und greift zur Notlüge. Sie behauptet, sie habe sich mit dem Juniorchef der Firma, Mike Winter (Marco Wiget), verlobt. Als dieser kurz darauf aus Amerika anreist und plötzlich im Büro steht, ist das Chaos schon vorprogrammiert.

Aufregung im Büro

Nicht nur die angebliche Verlobung bringt den Büroalltag mächtig durcheinander. Auch die Untersuchung durch den Wirtschaftspsychologen Meibach – von Noldi Betschart mit herrlicher Mimik verkörpert – sorgt für viel Situationskomik. Ebenso die restlichen Figuren, unter anderem der grosskotzige und herrlich überzeichnete Geschäftskunde Steffisburg (Beni Schuler), die leicht dümmliche Amerikanerin Dolly (Karin Kryenbühl) und die zickige Büroangestellte Susi (Cony Schuler), die nie um eine freche Antwort verlegen ist (Die, wo Ordnig hend, sind nur z’fuul zum Suechä!»), sorgen für jede Menge Lacher.

Toller Charaktere

Die dreiaktige Komödie in der Uhrenfirma lebt ganz klar von ihren schrulligen Charakteren, die grossenteils nicht ganz richtig ticken. Sie alle werden bravourös von den neun Jungschauspielern gespielt und machen das zweistündige Stück zu einer spassigen und lohnenswerten «Bürositzung».

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

08.04.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/GByRMc