Halunke mit Christian Häni (vorne) spielt am 9. November in Gersau. Als sie einen Teil des Albums im Ideenhaus in Seelisberg aufnahmen, sahen die Musiker täglich auf Gersau runter. Bild: PD
Halunke mit Christian Häni (vorne) spielt am 9. November in Gersau. Als sie einen Teil des Albums im Ideenhaus in Seelisberg aufnahmen, sahen die Musiker täglich auf Gersau runter. Bild: PD

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«Der Song entstand durch eine SMS-Diskussion mit Büne Huber»

«Halunke» ist einer der Tipps für den diesjährigen Gersauer Herbst. Der Mundart-Musiker erwartet in Gersau
ein offenes Publikum. «Ich habe herausgefunden, dass jede fünfte Person in Gersau aus dem Ausland kommt.»

Mit Christian Häni alias Halunke sprach Nicole Auf der Maur

Nicole Auf der Maur: Haben Sie schon mal was geklaut?

Christian Häni alias Halunke:Ehm ja … Fünfermocken! Aber dies ist schon so lange her, dass es längstens verjährt sein sollte.

Sie nennen sich Halunke. Wie kommt man denn auf so einen Namen?

Ich war mit meiner Frau und Managerin an einem Stiller-Has-Konzert. Ein paar Bierchen später kam uns der Name Halunke in den Sinn, und da wir uns am nächsten Morgen noch daran erinnern konnten, dachten wir, dies sei ein Zeichen. Seit dann nennen wir uns so.

Sie präsentieren am Gersauer Herbst ihr neustes Album «Easy». Es beinhaltet vier Mundart-Pop-Songs. Was lieben Sie an Mundart?

Mundart ist meine Muttersprache. Ich kann mich in keiner anderen Sprache so präzise ausdrücken wie in Mundart. Es ist auch interessant, dass das Publikum jedesWort versteht. Für mich persönlich ist diese Art von Songschreiben die authentischste.

Ist es schwieriger, Mundart-Texte zu schreiben als englische?

Keine Ahnung, diese Frage müsste jemand beantworten, der beide «Sportarten» beherrscht und den Unterschied kennt.

Der Song «Schiffbruch» war eine Zusammenarbeit mit Büne Huber. Wie kam es dazu?

Büne Huber kenne ich schon länger. «Schiffbruch» habe ich aufgrund einer SMS-Diskussionmit ihm über das Thema Schlaflosigkeit geschrieben. Als der Song fertiggestellt war, fand ich, dass Büne den Refrain passender singen kann als ich. Deshalb habe ich ihm den Song gemailt, und er meinte, dass ich recht habe.

Wer ist ihr persönliches Mundart-Vorbild?

Ich verneige mich vor allen Musikern, die selbstständig etwas auf die Beine stellen, egal wie erfolgreich sie sind. Unter anderem in Bern ist die Dichte an grossartigen Songschreibern sehr hoch. Um diese alle aufzulisten, müsste man dieser Zeitung ein Extrablatt beilegen.

Sie spielen am Gersauer Herbst. Kennen Sie Gersau?

Wir haben Teile von unserem neuen Album quasi vis-à-vis auf dem Seelisberg aufgenommen. Beim morgendlichen Jogging versuchte ich herauszufinden, welches Dörfchen Gersau ist. Dank meinem iPhone fand ich es heraus. Übrigens schaue ich auf jeder Fahrt zu einem Konzert auf meinem Smartphone nach, was man auf Wikipedia über die jeweilige Ortschaft schreibt. Da fand ich heraus, dass jede fünfte Person, die in Gersau wohnt, aus dem Ausland kommt. Dies liegt deutlich über dem Schweizer Schnitt. Dies ist mir sehr sympathisch. Ausserdem liegt das Dorf am schönen Vierwaldstättersee. Aus diesem Grund erwarte ich ein offenes und entspanntes Publikum.

Gersauer Herbst

Die Konzertsaison desGersauer Herbstsfindet vom 8. bis 19. November statt. Der
Eröffnungsabend, Heinz de Specht undTrauffer, sind bereits ausverkauft. Für die
anderen Konzerte gibt es noch Ticketsauf www.gersauerherbst.ch. Halunke
spielt am 9. November im Alten Rathausin Gersau.

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/RHFpcx