Bis im Juni hängen im Gasthaus «Stausee» in Innerthal Werke des Künstlers Marian Kretschmer. Bild zvg
Bis im Juni hängen im Gasthaus «Stausee» in Innerthal Werke des Künstlers Marian Kretschmer. Bild zvg

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Deutsche Kunst im Wägital

Der 30-jährige Illustrator, Grafiker und Maler Marian Kretschmer stellt bis Ende Juni im Gasthaus «Stausee» in Innerthal aus. Mit 56 Werken gibt der junge Deutsche einen kleinen Einblick in sein grosses Schaffen.

«Meine Bilder gefallen nicht auf Anhieb», erklärt der junge Künstler bescheiden, obwohl er seit 2007 als freischaffender Illustrator und Maler sein Geld verdient. So reihen sich bekannte Galerien und Hotels, in denen Kretschmer bereits ausstellen durfte, in die Liste ein. Dazu zählen beispielsweise die Galerie Weise und das Hotel «Chemnitzer Hof» in Chemnitz; der Flughafen in Leipzig, das Hotel «Hilton» in Dresden, die Galerie Kappich&Piel in Hamburg oder die Galleria Nottbeck und das Kunstmuseum Tampere in Finnland.

Menschen und ihr Haus

Im vergangenen Jahr nahm der junge Künstler ein Angebot in der Schweiz an. In Richterswil fand er genügend Platz zum Malen und Wohnen. Marian Kretschmers Bilder sind meistens riesig. In Fabrikhallen oder im Felsendom von Rabenstein waren seine Riesen- Gemälde schon zu sehen. «Wenn ich am Malen bin, dann lasse ich mich nicht stören. Ich schliesse mich ein, und kein Handy stört mich, bis ich meine Ideen auf Papier, Holz oder Wände gebracht habe», erzählt der junge Künstler. Im Gasthaus «Stausee» zeigt Marian Kretschmer im Kleinen seine verschiedenen Mal- und Illustrations-Techniken, meistens in Acryl auf Holz und Spanplatten, Bleistift-Zeichnungen und verschiedene kleinere Serien von Skizzen. Kretschmers Leidenschaft sind Aufträge, bei denen er Menschen mit ihren Häusern zeigen darf. «Man darf sich das nicht so vorstellen wie ein Foto», erklärt der Deutsche. «Ich male die Person so, wie ich sie sehe und stelle sie in oder über das Haus. Oftmals gefällt sich der Auftraggeber nicht so sehr, wenn er das Resultat zum ersten Mal sieht. Aber wenn er das Werk länger betrachtet, findet er sich wieder und wird staunen, was ihm das Bild alles über ihn und sein Haus erzählt…». Natürlich machte die Eigentümerin des Gasthauses «Stausee» die Probe aufs Exempel und liess sich von Kretschmer mit dem Gasthaus malen. Das Resultat ist ein Triptychon (drei zusammengehörende Bilder), die Bände sprechen. Ob es gefällt, ist dabei nicht die Frage, sondern was die Bilder über die Gastwirtin und deren Haus aussagen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

15.02.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/p4r3v5