Die «Wöschwyber» holten sich den ersten Rang bei den Paaren.
Die «Wöschwyber» holten sich den ersten Rang bei den Paaren.
Bei den Gruppen schwang das Sujet «Vermisst: Vier Zwerge» obenaus. Bilder Konrad Schuler
Bei den Gruppen schwang das Sujet «Vermisst: Vier Zwerge» obenaus. Bilder Konrad Schuler

Nachrichten

Die Kreativität wirkte als Partyförderer

Tolle Stimmung am Antonius Maskenball vom letzten Freitagabend in Unteriberg. Gruppensiegerin wurde das Sujet «Vermisst: Vier Zwerge», bei den Paaren schwangen die «Wöschwyber» obenaus und als Einzelmaske holte der «Ybriger Bär U 13» den ersten Preis.

75 Maschgraden liessen sich am Antonius Maskenball in Unteriberg prämieren. Fünf Einzelsujets, 17 Paare und 17 Gruppen unterhielten die nicht verkleideten Fasnächtler bestens. Dazu gesellten sich 39 halbverkleidete Ballteilnehmer. Traditionsgemäss ist der erste öffentliche Fasnachtsanlass in Unteriberg der Antonius Maskenball mit Prämierung. Früher wurde dieser Fasnachtsanlass auch «Süütoni» genannt. Der Name geht zurück auf den heiligen Antonius, der mit einem Schwein abgebildet wird und dessen Namenstag auf den 17. Januar fällt. Nach altem Brauch fand der Anlass immer an einem Montag statt. Seit 2006 wurde er aber stets auf einen Freitag verschoben, um den modernen Arbeitsgewohnheiten Rechnung zu tragen.

In Einzellokalen abgehalten

Es gehört zur Tradition, dass der Anlass nicht in einer grossen Halle, sondern in mehreren Wirtschaften stattfindet. Dies ermöglicht den Maschgraden, sich am gleichen Abend mehrmals vor verschiedenem Publikum zu präsentieren. Heuer wurden die Prämierungen in den Restaurants Alpenblick und Schäfli plus zusätzlich in der Piratenbeiz vorgenommen. In diesen drei Lokalen stand auch musikalische Unterhaltung mit Tanz auf dem Programm. Im Restaurant Alpenblick sorgte das «Echo vom Druosbärg» für urchige und gemütliche Feststimmung, im Restaurant Schäfli tat das «Trio Holdrio» dasselbe. In der Piratenbeiz war «Rockalm» mit dem Solo Entertainer Reinhard Wissiak angesagt. In allen drei Lokalen herrschte Hochstimmung. Es wurde geplaudert, gesungen, gejauchzt und getanzt. Gemütlichkeit, Friedfertigkeit, Ausgelassenheit und kameradschaftliches Beisammensein drückten dem Anlass den Stempel auf. Es war für einmal ein Vorzeigeanlass ohne Wenn und Aber. Bewertet wurden von den organisierenden Maschgraden die Kriterien «Stimmung machen» und die nicht verkleideten Fasnächtler «unterhalten», «Originalität und Phantasie» und schliesslich der Aufwand für das Kostüm. Auch das Publikum konnte mitbestimmen.

Alle Maschgraden fotografiert

Ab 19.30 Uhr konnten die Masch graden in der Maschgraden-Bar die Nummern abholen. Auch wurden dort sämtliche Maschgraden fotografiert. Die Rangverkündigungen fanden eine halbe Stunde nach Mitternacht aufgeteilt nach Kategorien in den drei Musiklokalen statt. Dabei wurden Gutscheine von einem beträchtlichen Wert vergeben.

Originelle Sujets gut karikiert

Der Bär war eine der Hauptfiguren am Antonius Maskenball. So siegte bei den Einzelmasken denn auch einer von ihnen. Es war der «Ybriger Bär U 13», der von «Müri Starfoto graf» gesichtet worden war. Bei den Paaren holten die «Wöschwyber» den ersten Preis vor dem «Stüdler Golf Wolf». Das Fernsehteam von RTL suchte ein Dorf, das gerne deutsche Auswanderer aufnimmt. Einige tolle Sujets gab es bei den Gruppen. «Vermisst: Vier Zwerge» zeigte sich mit den nichtverkleideten Fasnächtlern so grosszügig, dass sie sich den ersten Preis verdienten. Wunderbar umgesetzt hatten sechs Maschgraden das «Zwangs-Bläser-Ensemble» der «Fehlermusik-Alpenchrösli». Die Gäste konnten sich auch der «Frei willigen Zwangs-Anmeldung» bedienen. Die Rundschau von SRF suchte im Ybrig Leute, die der Schäfer Franz gebrauchen kann. Für einmal wurden also grosse lokale Medienereignisse aus dem letzten Jahr in den Vordergrund gerückt.

Einsiedler Anzeiger (K.S.)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

17.01.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/hUATcG