Alles bereit: Der Musikverein Schindellegi-Feusisberg macht sich in Montreux bereit für den entscheidenden Auftritt. Bild zvg
Alles bereit: Der Musikverein Schindellegi-Feusisberg macht sich in Montreux bereit für den entscheidenden Auftritt. Bild zvg

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Die Sieger des Herzens am eidgenössischen Musikfest

Der Musikverein Schindellegi-Feusisberg hat am vergangenen Wochenende am Eidgenössischen Musikfest in Montreux punktgleich mit dem Erstplatzierten ein Glanzresultat erreicht.

Das 34. Eidgenössische Musikfest vom Wochenende ist zwar bereits Vergangenheit, hält aber schöne Erinnerungen bereit: Rund 26 000 Musikerinnen und Musiker haben am grössten Europäischen Musikfestival ihr Können vor einer Fachjury unter Beweis gestellt. Am zweiten Wochenende war der Höfner Musikverein der Gemeinde Feusisberg dabei.

Probearbeit und Kameradschaft

Bereits am Freitag haben sich die 56 Musikerinnen und Musiker mit dem bewährten Schuler-Bus Richtung Westschweiz in Bewegung gesetzt. Eine Probe am Freitag in Kirchberg und am Samstag im Hotel in Montreux waren wichtige Stationen zur gelungenen Aufführung am Sonntag. Neben der Musik wurde die Kameradschaft ebenso intensiv gepflegt – am Freitag feierte mehr als die Hälfte des Vereins bis in die Morgenstunden am Eidgenössischen Musikfest in Montreux.

Wettspiel im Petit Palais

Der Sonntag war der Tag der Wettspiele. Just fünf Minuten vor dem Marschmusikvortrag begann es in Montreux zu regnen. Das erste Wettspiel fiel somit wörtlich ins Wasser.Um 13.30 Uhr war der Petit Palais für den Musikverein Schindellegi-Feusisberg bereit. Der Saal war übervoll, sodass die Zuhörer sogar stehen mussten, um die Darbietung zu hören.Zuerst wurde das Aufgabenstück aufgeführt, welches von allen Vereinen in der zweiten Stärkeklasse gespielt wurde. Die Musikerinnen und Musiker hatten ein gutes Gefühl. Das Selbstwahlstück «Magellan» lief ebenfalls sehr gut, gespannt warteten alle auf die Punktzahlen der Jury. Die körpersprachlichen Zeichen der Jury liessen erahnen, dass es ein sehr gutes Resultat geben würde. Die Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen: Im Aufgabenstück haben alle drei Juroren mit 97 von 100 Punkten vergeben und im Selbstwahlstück sogar 98 von 100 Punkten.

Grenzenlose Freude

Der Lohn für die intensive Probenarbeit ist riesig. Die Gefühle lassen sich nicht in Worte fassen, das muss man erleben. Der Kurzbericht der Jurybrachte es auf den Punkt: «Das ist Musik pur», «Die Schlagwerker präzise wie ein Uhrwerk», «Super-Sax», «Ein super Orchester mit einem super Dirigenten, bravo.» Obwohl Schindellegi-Feusisberg die gleiche Punktzahl wie Bellinzona aufwies, resultierte der zweite Platz,weil im Aufgabenstück ein Punkt weniger gegeben wurde.Der Verein weiss nach diesem tollen Wochenende: «Wir sind die Sieger des Herzens, das Erlebnis und das Resultat werden unvergesslich bleiben.»

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.06.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/F8Z72A