Ältere Oberarther können sich noch gut an die alte Fabrik erinnern, wie sie vor dem Brand und dem anschliessenden Umbau aussah. Bild pd
Ältere Oberarther können sich noch gut an die alte Fabrik erinnern, wie sie vor dem Brand und dem anschliessenden Umbau aussah. Bild pd

Nachrichten

Dorfgeschichte kompakt

Ein neues Buch zeigt Trouvaillen aus der Geschichte der Gemeinde Arth. Es wird über die Region hinaus auf Interesse stossen.

Seit Jahren widmet sich der Arther Lokalhistoriker Erich Ketterer seiner engsten Heimat. Seine Untersuchungen, die oft ihren Ursprung in mündlichen Überlieferungen älterer Mitbürger haben, geben Einblick in Highlights und Besonderheiten der Geschichte der Bewohner und Talschaft zwischen Rigi und Rossberg. Die Artikel, welche Ketterer, der zudem Präsident des örtlichen Kulturvereins ist, regelmässig in der Lokalzeitung «RigiPost» publiziert, kommen nun gesammelt in einem eigenen Buch heraus. Unter dem Titel «arthig – oberarthig – gold(au)ig. Geschichte aus der Talschaft zwischen Rossberg und Rigi» präsentiert er quasi ein «Best of» seiner Arbeit. In 35 Artikeln wird ein breites Publikum angesprochen. Die reichhaltig bebilderte Publikation geht über das rein Lokalhistorische hinaus und dürfte auch einen historisch interessierten Kreis ansprechen, der keinen direkten Bezug zur Gemeinde Arth hat.

«Perlen» aus dem Dorfleben

So widmet sich Ketterer einmal der Wirtschaftsgeschichte, wenn er beispielsweise die Ziegelei während über drei Jahrhunderte verfolgt. Er zeigt aufgrund von alten Akten, wie die Lehrer in Arth den Aufstand probten oder weshalb und wann Oberarth ein eigentliches Zentrum der Textilindustrie war und wie dadurch das Bild der Gemeinde geprägt wurde. Damit lassen sich Parallelen und Einblicke in die Sozialund Wirtschaftsgeschichte gewinnen – weit über die Dorfgrenze hinaus.

Bote der Urschweiz (adm)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

18.11.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/ZP24YX