Die Gastgeber: Musikgesellschaft Egg mit Cornelia Schnider (rechts). Bilder René Steiner
Die Gastgeber: Musikgesellschaft Egg mit Cornelia Schnider (rechts). Bilder René Steiner

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Egg als Mekka der regionalen Blasmusik

Die Musikgesellschaft Egg als Gastgeberin des 39. Landmusiktags vom letzten Sonntag mit Prachtswetter, gutgelaunten Musikanten und Besuchern, vielfältigen Musikvorträgen auf hohem bis höchstem Niveau.

Die Musikgesellschaft Egg hatte auf Sonntag zum Landmusiktag geladen. Zur Auslosung der Reihenfolge besammelten sich gegen 300 Musikanten im kleinen Viertel am Fusse des Etzels. Organisiert in acht Vereinen, spielten sie in sieben Gruppen auf und hielten ihr frei gewähltes Konzertprogramm in der Turnhalle. Die beiden Ybriger Musikvereine machten für diesen Landmusiktag gemeinsame Sache, eine gute Idee.

Nur Jugendmusik fehlte

Am regionalen Stelldichein fehlte leider die Jugendmusik Einsiedeln. Sie richtet ihr Jahresprogramm nach dem Schulkalender. Ferien und fehlende Probenmöglichkeiten waren die Gründe für die Absage. Schade, konnte man den Termin nicht besser mit der Jugendmusik koordinieren.

Abwechslungsreiches Programm

Die sieben Auftritte zeigten die grosse Vielfalt der Blasmusikszene. Die beiden Experten Thomas Dietziker und Josef Gnos beobachteten kritisch die musikalische Leistung und sorgten anschliessend für ein mündlich gehaltenes Feedback. So lobte Dietziker die Vereine, alle hätten sich gewissenhaft und seriös auf diesen Anlass vorbereitet. Die Besucher kamen in jeder Hinsicht auf ihre Rechnung. Die Auswahl reichte vom traditionellen Marsch über das «Pölkeli» bis zu Filmmusik, Elvis-Titeln und anspruchsvoller Erstklassliteratur. Gar manche Musikperle machte man dabei aus. Etwa die Langlebigkeit der einst belächelten Lex-Abel-Märsche oder Martin Beelers «Alles tanzt Fox». Im Gegensatz dazu viele beliebte Folksongs aus den Staaten. Etwa zu hören in «A Western Suite» oder «Journey through America». Auffallend auch mehrere Gesangseinlagen und sogar eine Einlage mit Bodypercussion.

Vorbereitung auf Eidgenössisches

Hörbar mehr Vorbereitungsaufwand spürte man bei den Vorstellungen der Feldmusiken Gross und Bennau, beide besuchen im Juni das eidgenössische Musikfest im Lavaux. Dabei spielten sich die Grosser unter Sebastian Rauchenstein mit ihrem Vortragsprogramm in die Herzen der Zuhörer. Lauter Schweizer Kost, abwechslungsreich, erfrischend und packend arrangiert und ausklingend mit einer mehrstimmigen Gesangseinlage  das Publikum war begeistert. Dazu nochmals Fachmann Dietziker: Dieses Unterhaltungsprogramm sei «AAAAA  alles anders als alle andern». Am gleichen Wochenende startet auch die Feldmusik Bennau unter Ernst May zum grossen Auftritt. Somit bekamen die Landmusiktagbesucher die Gelegenheit, «la Corrida de Toros» kennenzulernen. Dieses gewaltig wirkende, mit anspruchsvoller Rhythmik gespickte Aufgabe stück wird wohl «klassieren». Auch die «Tom Sawyer Suite» zeugte vom guten Vorbereitungsstand der Bennauer.

Gute Unterhaltung

Als erster Verein startete die Konkordia mit Dirigent Thomas Truog. Ihr Programm nahm gleichsam die Vielfalt aller Vereinsauftritte vorweg. Bemerkenswert zudem der legendäre «Colonel Bogey». Fortsetzung folgte mit dem Musikverein Euthal unter Roland Kälin. Hier liess das Elvis-Arrangement von Peter Kleine Schaars aufhorchen. Die für diesmal vereinigten Ybriger Musikanten bekamen viele Komplimente für ihren guten Auftritt. Ob es nur an der guten Leitung von Erich Zwyer liegt? Wohl kaum, da wurde auch gemeinsam geübt. Nach der Mittagspause und den «Eidgenossen» wartete die Bezirks-Brass-Band, geleitet von Walo Schönbächler, mit Filmmusik und amerikanischen Folksongs auf. Wild und rassig dieses «Journey through America».

Gemeinsamer Schluss

Der Gastgeber, die Musikgesellschaft Egg, beendete mit «Adventure» den Konzertteil. Dafür eröffneten die Egger Musikanten, dirigiert von Cornelia Schnider, mit «Diavolezza» die Marschmusikparade. Positiv auffallend bei dieser Konkurrenz die zahlreichen bekannten Schweizer Märsche  «Musketier-Marsch», «Flic Flac», «Arosa» und natürlich «Schwyzer Soldaten». Die Eggerstrasse, von der Eintracht bis zum Schulhaus, war das Mekka der Marschmusikparade, auf der die Vereine in umgekehrter Auslosungsreihenfolge antraten. Auch da ein Novum: Die beiden Ybriger Vereine liessen sich mit der neuen Zeichengebung leiten. Erich Zwyer setzt als erster Dirigent den Tamb

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.05.2016

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schwyzkultur.ch/JQ96ZB