Die Musikgesellschaft Oberiberg passte sich dem Programm an und präsentierte sich im zweiten Teil des Konzertes stilecht im «Oscar»-Outfit. Bild Martin Reichmuth
Die Musikgesellschaft Oberiberg passte sich dem Programm an und präsentierte sich im zweiten Teil des Konzertes stilecht im «Oscar»-Outfit. Bild Martin Reichmuth

Nachrichten

Eine Nacht voller Glanz und Gloria

Konzert- und Unterhaltungsabend der MG Oberiberg am letzten Samstagabend: Nicht in der Millionen-Metropole Los Angeles fand die diesjährige Oscarverleihung statt sondern in Oberiberg, in der beschaulichen und höchstgelegenen Gemeinde des Kantons Schwyz.

Die einheimische Musikgesellschaft Oberiberg lud am vergangenen Samstagabend zu diesem Event der Extraklasse ein und die Fans kamen in Scharen, um der prestigeträchtigen Verleihung beizuwohnen. Auf dem roten Teppich schritten die Protagonisten und die zahlreich aufmarschierten Freunde guter Blasmusik hinein in die auf Holly-wood getrimmte Mehrzweckhalle Moos.

Ein feines Menü

Viele liessen es sich nicht nehmen, bereits zum Nachtessen zu erscheinen. Der Apéro im Foyer löste die eine oder andere Verspannung vor dem grossen Ereignis. Für das anschliessende feine Menü waren Adelbert Reichmuth und seine Crew verantwortlich. Mitsamt den zahlreichen Serviceangestellten waren innert kürzester Zeit sämtliche Gäste verpflegt. Die Vorfreude auf die Pause war gross, denn sie wurde versüsst mit einer feinen Oscar-Torte, welche den Abschluss des Menüs krönte. Die Präsidentin der MGO, Manuela Holdener, liess es sich nicht nehmen, selber die Begrüssung zu gestalten. Sie konnte verschiedene Delegationen von befreundeten Musikgruppen aus der Region begrüssen, welche mit ihrem Erscheinen den Darbietungen der MGO beiwohnten. Und schon war man mitten im Programm, begleitet von zwei Backpackers, hervorragend gespielt von Claudia Gräzer und Moritz Schönbächler, welche extra aus Willerzell anreisten, um live an der diesjährigen Oscar-Verleihung dabei zu sein.

Weg nach Hollywood

Natürlich fanden sie nicht auf Anhieb den Weg zum Dolby Theatre, dem Veranstaltungs- und Konzertsaal in Hollywood am Hollywood Boulevard. Hunger und Durst begleiteten die beiden ebenso wie das Verlangen auf eine weiche Matratze in einem Hotelzimmer. Der erste Teil des Konzertes war in der Kategorie «In- und Ausland» angesiedelt. Unter der Leitung ihres Dirigenten Toni Gräzer spielte die mit einigen Gastmusikanten aufgerüstete MGO herzhafte Melodien. Nebst roten Rosen, welche verschenkt wurden, kam auch die Muppet-Show zu ihrem musikalischen Gastauftritt. Es war fast nicht zu glauben, dass der Dirigent so im Schuss war  denn er litt noch am Vortag unter einer fiebrigen Grippe. Wurde er vielleicht sogar fitgespritzt für die Oscar-Verleihung?

Die Spannung steigt

Fanfarenklänge leiteten ein zum zweiten Teil,der eigentlichen Oscarverleihung. Gespannte Ruhe machte sich breit in der Halle. In der Abendgarderobe, mit Anzug und Cocktailkleid erschienen die Mitglieder der MGO zur grossen Freude der Showbesucher, schön nacheinander in Gruppen eingeteilt auf die verschiedenen Register. Ein grosser Empfangsapplaus begleitete sie auf die Bühne. Ebenso erschienen die beiden Backpackers wieder, jedoch diesmal ebenfalls eingekleidet im feinen Zwirn. Im eleganten Ballkleid beziehungsweise Smoking präsentierten sie die diesjährigen Oscar-Gewinner. In der Kategorie «Newcomer des Jahres» wurde Nadine Gräzer ausgezeichnet. Sichtlich erfreut nahm sie den «Oscar» in Empfang. Sage und schreibe 61 Jahre liegen zwischen dem jüngsten und ältesten MGO-Mitglied. Jeder kennt ihn  den Gewinner des «Oldie-Oscars». Aus dem Couvert, aus welchem der Preisträger gezogen wurde, erschien der Name von Sepp «Krämer» Reichmuth. Einen speziellen Oscar, den «Ehren-Oscar», erhielt der Ehrenpräsident Ruedi Reichmuth. Er kramte extra seine Hochzeits-Kleidung aus dem Schrank, um sich im besten Licht präsentieren zu können. Und siehe da, sie passte immer noch perfekt.

Ehren-Oscar

Die Jury verlieh in diesem Jahr auch einen «Ehren-Oscar» für jahrelange Verdienste rund um die Musikgesellschaft Oberiberg. Die anwesenden Gäste waren sich alle einig  keiner verdient diesen Preis mehr als Trudi Holdener, welche bereits seit 40 Jahre Fahnengotte ist und als glühender Fan der MGO bekannt ist. Sichtlich gerührt nahm sie die Trophäe in Empfang  begleitet von einem grossen Applaus. Musik gespielt wurde natürlich auch noch  und wie. Die MGO lief zur Höchstform auf und begeisterte mit ihren Musik-Stücken aus der Sparte «Unterhaltung». Zum Schluss der hochkarätigen Verleihung wurde noch der letzte Oscar vergeben. Er ging verdienter

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.01.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/ND4c8V