Nach vielen verbalen Erniedrigungen serviert das Personal seiner Hausherrin einen Tee mit Spezial-Zusatz. Bild: Guido Bürgler
Nach vielen verbalen Erniedrigungen serviert das Personal seiner Hausherrin einen Tee mit Spezial-Zusatz. Bild: Guido Bürgler

Nachrichten

Eine «vergiftete» Angelegenheit

Die Premiere des Jugendtheaters Sattel war sehr gut besucht. Im Stück gings turbulent zu und her.

Zieht der Frühling ins Land, startet in Sattel jeweils die Jugendtheater-Saison. Das Jugendtheater ist eine Unterorganisation des Jugendvereins Sattel (JuVeSa). Dieser ist 1973 gegründet worden und zählt momentan 103 Mitglieder. Seit 1980 wird jährlich ein lustiges Theater aufgeführt, wobei die Handlung jeweils in der aktuellen Zeit spielt. Am letzten Samstag war es wieder so weit: Nach vielen intensiven Proben konnte Vorhangchef Patrik Suter die Eggeli- Bühne zur Premiere des Dreiakters freigeben. Regie führte bereits zum elften Mal Wädi Schuler. Nebst dem Theater ist übrigens auch die Ahnengalerie im Foyer sehenswert. In der Ausstellung leben die ehemaligen Theateraufführungen dank zahlreicher Fotos neu auf.


«Bei den Reichen lernt man sparen»


Nach der nachmittäglichen Kinderaufführung genoss am Abend das Premiere-Publikum die Komödie in vollen Zügen und spendete immer wieder Szenenapplaus. Worum es geht? Im Haus der sehr reichen, arroganten und geizigen Hausherrin Adelheid von Drachenberg (Anita Betschart) müssen die Angestellten unten durch. Die beiden Haushalthilfen Sara (Vanessa Gaio) und Michelle (Nicole Camenzind) leiden genauso unter dem herrischen Wesen ihrer Chefin wie Jürg, der Koch (Michael Suter). Geht etwas kaputt oder wenn Not am Mann ist, muss Küde her (Andi Schnüriger). Der gute, aber eifersüchtige Handwerker entpuppt sich als ehemaliger Geliebter der Hausherrin sowie als neuer Lover der vornehmen Dame von Burgstein (Nicole Moser), welche die einzig verbliebene Freundin der Hausherrin ist. Diese Liebesbande sorgen prompt für zusätzliche Spannung im eh schon ziemlich grossen Chaos. Weshalb das Personal schliesslich seine Hausherrin ein paar Tage in die Kur schicken kann und sturmfrei bekommt oder weshalb sich Adelheid von Drachenberg plötzlich sehr spendabel zeigt, sei an dieser Stelle aber nicht verraten. Nur so viel: Der Titel «Da chasch Gift druf näh» wird durchaus wörtlich genommen. Dennoch kommt es zu einem Happy End. Dieses gipfelt darin, dass Adelheid von Drachenberg der städtischen Zeitung ein grosses Interview geben darf, das sie sich jahrelang ersehnt hat.


Bote der Urschweiz / Guido Bürgler

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

09.04.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/u4Tmy9