Der Präsident des Kirchenchors Egg Franz Lacher begrüsst die Festgemeinde. Foto: Fabian Bucher
Der Präsident des Kirchenchors Egg Franz Lacher begrüsst die Festgemeinde. Foto: Fabian Bucher

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Entscheidung fällt Ende Januar

Jubiläumsfest des Kirchenchors Egg mit Blick in die Zukunft und Vergangenheit.

Nach dem Jubiläumsgottesdienst am Dreikönigstag dislozierten die Sängerinnen und Sänger ins Restaurant St. Meinrad auf dem Etzel. Auch die ehemaligen Mitglieder waren zu diesem Fest eingeladen. ake. Auch Pfarrer Pater Basil Hö  iger war eingeladen, ebenso die Präsidentin und der Kassier des Kirchgenossenrates, Regula Eberhard und Bernhard Kälin. Im «Georgssaal » war festlich aufgedeckt. Der Präsident Franz Lacher begrüsste alle und wünschte einen guten Appetit. Zwischen Hauptgang und Dessert meldete sich Annemarie Kälin. Sie hatte den Auftrag erhalten, einen kurzen Rückblick über die 90 Jahre Kirchenchor Egg zu halten. Dann meldete sich auch Pater Basil zu Wort. Es sei unabschätzbar, wie viele Stunden die Sängerinnen und Sänger für die Kirchenmusik aufgewendet hätten. Er würde sich sehr freuen, wenn aus den beiden Vereinen Singkreis St. Cäcilia Einsiedeln und dem Kirchenchor Egg ein Verein entstehen würde, damit in den Gottesdiensten weiterhin festlicher Gesang erklingen könnte. Bald schon verabschiedeten sich die Gäste und die Einsiedler Sängerinnen und Sänger und die Egger setzten sich mit dem Dirigenten zusammen und berieten, wie es nun weitergehen soll, denn allein geht es nicht mehr. Einige Mitglieder des Chores sind schon in die Jahre gekommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ausfallen. Der Beschluss wird an der GV vom 27. Januar 2018 fallen.


Rückschau auf 90 Jahre


Gegründet wurde der Kirchenchor Egg auf Drängen des damaligen Pfarrvikars Pater Notker Dudli und des Ausbildners Pater Otto Rehm. Ihnen war es ein Anliegen, dass an der Neueinweihung der Orgel der Chor gute Kirchenmusik zum Besten geben konnte. In diesen 90 Jahren wurde der Chor von sieben Präsidenten geführt. Bis 1978 war der jeweilige Pfarrvikar Präsident. Dann übernahm Josef Baumann für zwei Jahre dieses Amt und seit 1980 ist Franz Lacher Präsident. Heute ist der Pfarrvikar Präses, das heisst geistlicher Begleiter. Dirigent war bis zu seinem Tod im Jahre 1959 Josef Lacher, der Vater von Franz Lacher. Nachher übernahm Paul Brandenberg auch dieses Amt bis zu seinem Rücktritt am 5. Mai 2014. Organisten gab es bis zum Rücktritt von Paul nur zwei, nämlich Lehrer Gottfried Schönbächler von 1928 bis 1949 und dann Lehrer Paul Brandenberg bis 2014. Seither sind es verschiedene, aber bei Auftritten des Vereins sitzt fast ausnahmslos Madeleine Durrer auf der Orgelbank. Aktuare waren von 1929 bis 1958 Meinrad Kälin, von 1958 bis 1979 Franz Lacher, von 1979 bis 1984 Josy Lacher- Schönbächler, von 1984 bis 2012 Annemarie Kälin und seit 2012 schreibt Ottilia Schnyder das Protokoll. Die Mitgliederzahlen varierten immer wieder. Es gab Zeiten, da sangen 30 Mitglieder im Chor, aber auch schon bloss 20. Nach dem Tod von Paul Brandenberg haben etliche Mitglieder den Chor verlassen. So suchte man nach einer Möglichkeit, doch noch weiter in einem Kirchenchor singen zu können und fand dies im Singkreis St. Cäcilia, mit dem man auch schon zusammen gesungen hatte. Seit August 2014 singt man zusammen und gestaltet in der Jugendkirche in Einsiedeln und in Egg festliche Gottesdienste.


Höhepunkte


In diesen 90 Jahren gab es viele schöne Höhepunkte, Pater Gerhard sagte diesen Sternstunden. Bei solch aussergewöhnlichen Anlässen sang der Chor unter anderem zehnmal die «Missa brevis in b» von W. A. Mozart mit Orchester und so weiter … Etliche Mitglieder sind oder waren 50, sogar 60 und mehr Jahre im Chor. Grosses Vorbild für alle war Josefa Reichmuth-Kälin, Brandegg. Sie war mit einer robusten Gesundheit und Langlebigkeit ausgerüstet, war sie doch noch mit 96 Jahren bei jeder Probe und Aufführung mit dabei.


Einsiedler Anzeiger / ake

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.01.2018

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schwyzkultur.ch/U2gPM5