Melanie Oesch und ihre Familie kommen nach Galgenen. Bild oesch-die-dritten.ch
Melanie Oesch und ihre Familie kommen nach Galgenen. Bild oesch-die-dritten.ch

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«Es herrscht jeweils eine legere Stimmung»

Oesch’s die Dritten treten am Samstag bei Diga Möbel in Galgenen auf. Melanie Oesch verrät vorab, welches ihr persönliches Lieblingsmöbelstück ist.

mit Melanie Oesch sprach Irene Lustenberger

Sie treten morgen bei Diga Möbel in Galgenen auf. Wie ist es für Sie, inmitten einer Möbelausstellung zu spielen?

Es ist nicht das erste Mal, dass wir von der Diga engagiert wurden. Die Ambiance, die Kulisse sind speziell. Es kommt ein anderes Publikum als bei unseren Konzerten. Viele kommen nicht wegen uns, sondern wegen der Ausstellung. Es herrscht jeweils eine legere Stimmung.

Welches ist denn Ihr persönliches Lieblingsmöbelstück?

Gute Frage... Ich würde sagen, mein Bett. Ich mag massive, ältere Möbel.

Oesch’s die Dritten bestehen aus Ihnen, Ihren Eltern und Ihren Brüdern. Was ist der Vorteil und was der Nachteil, mit der Familie zusammen aufzutreten?

Der Vorteil ist, dass man sich ohne Worte versteht. Man muss den anderen nur anschauen und weiss, wie er oder sie drauf ist. Der Nachteil ist, dass die Hemmschwelle tiefer ist. Manchmal sagt man Dinge, die man fremden Menschen gegenüber nicht gesagt hätte. Der Respekt fehlt manchmal.

Wer ist denn der Chef?

Es gibt keinen Chef. Jeder hat seine Aufgabe. Auf der Bühne übernehmen mein Vater und ich den Lead, weil wir die kreativen Köpfe sind. Akkordeonist Urs Meier ist der Einzige «Nicht-Oesch» der Gruppe.

Darf er auch etwas sagen oder ist er «nur» der Musiker?

Er hat eine eigene Akkordeonwerkstatt und eine grosse Familie und wird deshalb stark entlastet. Alles, was mit der Musik zu tun hat – Termine, Proben, Studioarbeit – sprechen wir aber mit ihm ab. Im musikalischen Bereich ist er voll integriert. Er sagt dann aber immer «Es steht der Name Oesch drauf, nicht Meier, ihr müsst entscheiden».

Urs Meier stammt aus unserer Region, aus Einsiedeln. Hat er Ihnen etwas aus unserer Region erzählt?

Ich kenne die Region von verschiedenen Auftritten her. Und kürzlich habe ich von Fans eine Einsiedler Lebkuchenscheibe erhalten.

Warum nennt sich Ihre Formation überhaupt «die Dritten»? Wir sind die dritte Generation. Mein Grossvater und mein Vater hatten eigene Formationen, und wir sind da hineingerutscht. Die beiden sind mit dem Trio Oesch und dem Schwyzerörgeliquartett Stockhorn übrigens oft in eurer Region aufgetreten, unter anderem im «Roos» in Wollerau und in der «Traube» in Buttikon. Und Emil Wessner hat sie mehrmals für den Schwyzerörgeli- und Muulörgeliobig in Wangen engagiert.

Den Namen Melanie Oesch kennt in der Schweiz praktisch jeder. Können Sie noch auf die Strasse gehen, ohne ständig angesprochen zu werden?

Das ist unterschiedlich. Manchmal kann ich irgendwo hin, wo ich denke, dass mich niemand kennt, und werde prompt angesprochen. Aber das ist ja nichts Negatives. Ich freue mich darüber und spreche mit den Leuten.

Was erwartet die Besucher morgen in Galgenen?

Wir geben ein Kurzkonzert von circa einer Stunde und wählen die bekanntesten Stücke aus.Es gibt sozusagen ein «Best of».

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Irene Lustenberger)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.10.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/fn7hxS