Alexander Seidel und seine Sänger zeigten ein grossartiges Konzert. Das Publikum dankte ihm und den Mitmusizierenden mit einem langen, herzlichen Schlussapplaus. Bild Bettina Schärlinger
Alexander Seidel und seine Sänger zeigten ein grossartiges Konzert. Das Publikum dankte ihm und den Mitmusizierenden mit einem langen, herzlichen Schlussapplaus. Bild Bettina Schärlinger

Nachrichten

Festliche Musik und Poesie

Mit Musik und Poesie durfte man sich am vergangenen Montagabend in der evangelisch- reformierten Kirche Wollerau in Wilen auf Weihnachten einlassen. Ein stimmiger Anlass, der dazu einlud, die Seele baumeln zu lassen und sich auf die kommenden Festtage einzustimmen.

Das Konzert mit dem Motto «Nacht vor der Nacht» unter der Lei-tung von Alexander Seidel gehört schon beinahe zur Tradition im vielfältigen Angebot von vorweihnachtlichen Anlässen, die die evangelischreformierte Kirchgemeinde Höfe jährlich bietet.

Freude und Enthusiasmus

Bereits Anfang November begannen die Proben des Projektchors Höfe. «Mit viel Freude und Enthusiasmus machten sich die 35 Sänger an das Einstudieren des vielfältigen Programms », sagte Seidel. Während des Konzerts ist es den Mitwirkenden gelungen, diese Freude an der Musik auszudrücken und den Konzertbesuchern in der vollbesetzten Kirche als vorweihnachtliches Geschenk weiter zu geben.

Vier Solisten

Bereichert wurde der Chorgesang durch die Solisten Sybille Diethelm (Sopran), Alexander Seidel (Altus), Marcel Fässler (Tenor) und Ernst Buscagne (Bass). Das New Sagittarius Consort Zürich begleitete die Sänger musikalisch auf historischen Instrumenten. Dabei brachte eine Laute neben den Streichern einen ganz besonderen Glanz in die Musik.

Weihnachtliche Reise

Die Musiker nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise durch die Schweiz, Deutschland, Frankreich und England. Dabei gaben sie einen guten Einblick in die Weihnachtsmusik dieser Länder. Die musikalische Reise begann in England und führte dann nach Johann Crügers «Fröhlich soll mein Herze springen», einer Berliner Motette, bei der man sich bildlich vorstellen konnte, wie man um 1700 Weihnachten besungen hat, in die Schweiz. Das Lied «Es ist für uns eine Zeit angekommen» ist ursprünglich ein Sternsingerlied, das vor allem aus dem luzernischenWiggertal überliefert wurde. Darin wird die Weihnachtsgeschichte besungen, wie Josef und Maria anlässlich der Volkszählung in die Stadt David’s zogen, Maria ihren Sohn neben Esel und Rind in einem Stall gebar und wie die Hirten und Könige dem Neugeborenen die Geschenke Gold,Weihrauch und Myrrhe überbrachten. Verschiedene Geschichten, gelesen von Alexander Seidel, gaben dem Konzert zudem eine besonders besinnliche Note.

Grosse Werke

Besonders beeindruckt zeigte sich das Publikum vom anspruchsvollen Duett «Herr, dein Mitleid» aus dem «Weihnachtsoratorium » von Johann Sebastian Bach, das zu einem der populärsten seiner geistlichen Vokalwerke zählt. Nach dem mit dem Publikum gemeinsam gesungenen «Stille Nacht» wurde das Konzert mit «Tollite Hostias» aus «Oratorio de Noel» des Komponisten Camille Saint-Saens, der das Werk 1858 in nur zwölf Tagen schrieb, beendet. Dabei wurde das Publikum ein letztes Mal in den Bann der himmlischen Weihnachtsmusik gezogen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.12.2013

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schwyzkultur.ch/18GnCj