Der Jodlerclub Wiesenberg war bereits zum dritten Mal in Schindellegi und wurde dementsprechend herzlich begrüsst. (Bild: Kurt Kassel)
Der Jodlerclub Wiesenberg war bereits zum dritten Mal in Schindellegi und wurde dementsprechend herzlich begrüsst. (Bild: Kurt Kassel)

Nachrichten

Feusisberg feiert mit seinen Sennen

In Feusisberg geniesst man die Feste. Das zeigte sich auch wieder an der neunten Sennenchilbi vom Wochenende.

Schon am Samstagabend waren es über 1000 Besucher die sich im grossen Festzelt, in der Kaffeestube oder in der Maisgoldbar vergnügten. Schon früh am Abend waren alle Plätze besetzt. Ein vielseitiges volkstümlich-musikalisches Programm brachte die Stimmung schon bald bis unters Zeltdach. In der Kaffeestube spielten Fässler-Fuchs, in der Maisgoldbar legte DJ Schnupf auf und im Zelt unterhielten diverse Musikformationen und die Trachtengruppe Höfe. Schon die Kurkapelle aus dem deutschen Schonach verstand es zum Auftakt, die Besucher aus der Reserve zu locken. Iwan Meier setzte mit seinen Schwyzerörgelischülern der Musikschule Feusisberg-Schindellegi das Stimmungsbarometer noch höher und auch das Muulörgeliquartett Stiefelgässler bekam begeisterten Applaus.

Das Festzelt bebte

Schon beim Einmarsch wurden die Mannen des Jodlerclubs Wiesenberg mit grossem Applaus begrüsst. Der wohl bekannteste Jodlerclub mit unzähligen TV- und Radioauftritten trat bereits zum dritten Mal in Feusisberg auf. «Uns gefällt Feusisberg und die Stimmung hier und dazu gibt es verwandtschaftliche Bande zwischen uns und der Sennengesellschaft», sagte ihr Präsident Thomas Gisler. Die Jodler, von denen mehr als die Hälfte noch Bauernbetriebe bewirtschaften, brillierten einmal mehr mit ihren wunderschönen Stimmen. Angefangen mit dem «Kameradenjuz», «s’Plätzli» und dem «Alpbodejuz» brachten sie das Festzelt zum Beben.

Festgottesdienst und Umzug

Am Sonntagvormittag traf man sich zum Festgottesdienst in der Kirche Feusisberg. Musikalisch begleitet vom Jodlerchörli Schindellegi, dem Alphorntrio Zimmerberg und dem Jodelduett Vroni Fleischmann / Berta Portmann wurde die Jodlermesse gefeiert. Am Sonntagnachmittag zog der grosse Brauchtumsumzug mit 41 Gruppen und rund 600 Mitwirkenden durch das Dorf. Leider zeigte sich Petrus nicht besonders sennenfreundlich. Es regnete fast während des ganzen Umzugs. Die 41 Gruppen zeigten auf mannigfaltige Weise altes Brauchtum der Bauern und Älpler. Der Umzug wurde von Ehrenmitglied Markus Bisig gekonnt moderiert. Bisig verstand es, den Zuschauern alles Wissenswerte auf sympathische Art zu vermitteln. Leider mussten die Musikcorps aus Schindellegi und Schonach wegen des Regens auf den Mitmarsch verzichten. Dafür waren unter anderem das alte Säumerhandwerk, das Höhenfeuer, das Holzen, der Holztransport mit Pferden, die Mostproduktion, das Wildheuen, das Birkenbesenbinden, die Alpkäserei, das Imkern oder die Kunst des Fleischräucherns zu sehen. Bei vielen Wagen wurden zudem den Zuschauern – zu deren grossen Freude – am Strassenrand kleine «Probiererli» abgegeben.

Marchanzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

08.10.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/vSGmib