Dirigent pilotierte: Der Musikverein Lauerz kam bei seinem diesjährigen Jahreskonzert mit nur gerade sechs Aushilfen aus. (Bild: Patrick Kenel)
Dirigent pilotierte: Der Musikverein Lauerz kam bei seinem diesjährigen Jahreskonzert mit nur gerade sechs Aushilfen aus. (Bild: Patrick Kenel)

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Flugreise mit Melodien im Gepäck

Wie ein Jahr zuvor stand am Lauerzer Musigabig ein Potpourri mit europäischer Unterhaltungsmusik auf dem Programm. Mit Taktstock und Mikrofon in der Hand flog Dirigent Hugo Ineichen dabei von Land zu Land.

Auf den «Eurovision Song Contest» folgte eine «musikalische Flugreise»: In einer Pilotenuniform steckend, fungierte der neue Dirigent des Musikvereins Lauerz, Hugo Ineichen, zugleich als Moderator. So flog er mit Düsengeräusch aus dem Schlager «Über den Wolken» seine aus 25 Musikanten bestehende «Crew» in die wichtigsten europäischen Hauptstädte, um einige der schönsten Melodien der jeweiligen Länder zu präsentieren. In Wien und London waren Medleys von Johann Strauss und Andrew Lloyd Webber zu hören. Dazwischen gab es Folkloristisches wie eine böhmische Polka oder einen spanischen Paso doble mit Kastagnetten.

Auftritt mit Alphörnern

Nach der leichten Muse Italiens («Più Bella Cosa» von Eros Ramazzotti) führte die Flugreise zurück in die Schweizer Berge, wo sie bereits gestartet war. Ineichen liess die ebenfalls unter seiner Leitung stehende Alphorn- Vereinigung Luzern in Lauerz auftreten, um gemeinsam eine dreistimmige Alphorn-Melodie vorzutragen. Der Dirigent aus Rothenburg hatte nach eigenen Worten mit den Tücken derTechnik zu kämpfen, als er von einem Turnbarren aus das Orchester und die neun im Saal verteilten Alphornbläser gleichzeitig dirigierte. Der bedeutende Probeaufwand für das erstmalige, rund fünfminütige Zusammenspiel der beiden musikalischen Formationen wurde vom Publikum in Lauerz mit viel Applaus belohnt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.11.2010

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schwyzkultur.ch/MHct3C