Meinrad Feuchter (links, Bilder) und Martin Hufschmid (Skulpturen) zeigen in der Zürichsee Galerie in Bäch aktuell eine Ausstellung mit viel Tiefgang. Bild Tanja Holzer
Meinrad Feuchter (links, Bilder) und Martin Hufschmid (Skulpturen) zeigen in der Zürichsee Galerie in Bäch aktuell eine Ausstellung mit viel Tiefgang. Bild Tanja Holzer

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Formen berühren Farben

Reduzierte Formen, intensive Ausdruckskraft und tiefe Farben begeistern in der Gemeinschaftsausstellung des Bildhauers Martin Hufschmid und des Kunstmalers Meinrad Feuchter in der Zürichsee Galerie in Bäch.

Eine schier unendliche Tiefe berührt momentan in der Zürichsee Galerie in Bäch. Der Bildhauer Martin Hufschmid und der Kunstmaler und Performancekünstler Meinrad Feuchter zeigen gemeinsam ihre Werke in der aktuellen Ausstellung. An der Vernissage am Donnerstagabend vergangener Woche diskutierten beide rege miteinander über Materialien, Trägerherkunft und Formfindung. Was die Künstler hörbar taten, tun die Werke etwas leiser genauso.

Kommunikation

Feuchters Bilder kommunizieren mit den klaren Skulpturenformen und -materialien und umgekehrt. Wie für eine gemeinsame Ausstellung geschaffen, ergänzen und verstärken sich die Werke – und stehen genauso kräftig für sich alleine.

Fast wie Pilze suchen

Martin Hufschmid erarbeitet seine Skulpturen aus Holz, Stein und Metall. Jedes Thema bringt unterschiedliche Werke aus allen drei Materialien hervor. Aus dem Flusskiesel Pyroxenit entstand «Der Schlaf». Die Verarbeitung dieses Tessiner «Urgesteins» käme ihm manchmal vor wie Pilze suchen, erklärte Hufschmid. Der von Kalk bedeckte und aussen gelblich verfärbte Stein aus dem Fluss zeige seine inneren Farben erst während der Verarbeitung. Die Steinsuche birgt somit Überraschungseffekte. Das Holz von Schweizer Sequoja-Mammutbäumen sei «irrsinnig schön» zu bearbeiten, erklärte Hufschmid, das leichte, weiche Holz zeige je nach Form seine wunderschöne Maserung. Jedes Material kommuniziere anders und eröffne eigene Möglichkeiten.

Reduzierte Formen

Meinrad Feuchter reduziert in seinen Bildern stark die Formen. Mit viel Konzentration und beinahe meditativ arbeitet er, trägt bis zu 30 Schichten mit den unterschiedlichsten Werkzeugen auf und nimmt wieder etwas davon weg. «Wie das Zusammenspiel von Geben und Nehmen im Leben», verglich Feuchter diese intensive Wechselwirkung der Schichten. Sein Schaffen sei die Auseinandersetzung mit dem Träger, der Form und den Farben. Die Gemeinschaftsausstellung dauert noch bis zum 30. März. Ab dem 2. April sind die Bilder von Chantal Hedinger in der Zürichsee Galerie zu betrachten.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt / tanja Holzer

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

21.02.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/3EsFAe