Brass Band Teil eins in der Kirche, mit teils rassigen, teils mystischen Stücken. Bild Martina Reichmuth
Brass Band Teil eins in der Kirche, mit teils rassigen, teils mystischen Stücken. Bild Martina Reichmuth

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Für einmal ein etwas anderes Konzert

Zahlreich strömten die Besucherinnen und Besucher in die Pfarrkirche Willerzell und hörten den musikalischen Klängen der Blas- und Schlaginstrumente zu am Frühlingskonzert der Brass Band Willerzell.

Wegen des Umbaus des Kultur- und Kongresszentrums Zwei Raben musste dieses Jahr die Brass Band Willerzell einen anderen Ort für ihr jährliches Frühlingskonzert suchen. Somit fiel die Wahl nach langem wieder einmal auf Willerzell selbst. Und wenn es dieses Jahr schon anders sein soll als sonst, dann schon richtig anders.

Konzert in zwei Teilen

Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war die Türöffnung und somit füllte sich die Pfarrkirche Willerzell innert kürzester Zeit. Pünktlich um 20 Uhr betraten die Musikanten unter Applaus die Kirche und schon dirigierte Walo Schönbächler das erste Stück an. Mit «The Olympic Spirit» von John Williams erfolgte der Auftakt zum ersten Programmteil, welcher in der Kirche stattfand. Nach der Begrüssung durch Präsi dentin Ramona Fuhrer führte Claudia Gräzer weiter durch das Programm. Wie man aus dem Programmbüchlein vorgängig entnehmen konnte, wird später während der Pause ein Ortswechsel in die Hütte auf dem Schulhausplatz stattfinden.

Holzinstrument als Unterstützung

Doch bevor es so weit war, konnte man den verschiedenen teils rassigen, teils mystischen Stücken in der Kirche zuhören. Mit «Celtic Crest» von Christoph Walter wurde zum Beispiel auf das Basler Tattoo angesprochen. Da sie keinen Dudelsack vor Ort hatten, sprang Agi Kälin mit ihrer Blockflöte ein. Begleitet von ihrer Schwester Monika Portmann übernahm sie die Soloeinlagen des Stücks.

Ehrungen

Wie jedes Jahr wurden vor der Pause auch Ehrungen vorgenommen. Fünf Musikanten durften für ihre jahrelange Treue und Leistung in der Musik geehrt werden. Nach insgesamt sechs Liedern im ersten Teil durften die Zuhörer schliesslich durch das Spalier, welches die Musikanten vor der Kirche bildeten, zur Hütte auf dem Schulhausplatz wechseln.

Schätzfrage statt Tombola

Die Brass Band rechnete nicht mit so vielen Zuhörern und so mussten zuerst noch hier oder dort Bänke aufgestellt werden, bis schliesslich alle einen Platz zum Sitzen fanden und die Musikanten auch noch genügend Freiraum zum Spielen hatten. In der Pause, in welcher durch den Sportverein Willerzell für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt wurde, konnte jeder bei der Tombola mitmachen. Da dieses Jahr aber alles anders war, gab es nicht einfach Lose zu kaufen, sondern man musste die Schätzfrage «Gewicht aller Musikanten und des Dirigenten zusammen mit ihren Inst rumenten» möglichst nahe beantworten. Jeder Tipp kostete einen Franken.

Gemütlicher zweiter Teil

Nach rund 30 Minuten Pause präsentierten die Musikanten nun im Edelwyss-Hemd den zweiten Teil des Programms. In der Form einer Marschkapelle spielten sie unter anderem «Im Örgelihuus», die «Lichtensteiner Polka» oder «El Condor Pasa». Leider hatte es zu wenig Platz, ansonsten hätte sicher der eine oder der andere das Tanzbein schwingen können. Auch im zweiten Teil begleitete Claudia Gräzer, nun im Dirndl, durch das Programm, welches nebenbei auch den einen oder anderen Sketch beinhaltete. Nach den sieben Stücken des zweiten Programmteils verlangten die Zuhörer nach einer Zugabe und so wurde «Kalinka» angespielt.

Schätzfrage aufgelöst

Schliesslich verliess die Brass Band die Hütte. Die Sihlseeörgeler unterhielten die Zuhörer, bis die Auflösung der Schätzfrage stattfand. Viele kamen der richtigen Antwort sehr nahe und so musste teilweise um die insgesamt 15 gesponserten Preise gewürfelt werden. Übrigens wiegen die 33 Musikanten mit ihren Instrumenten insgesamt fast drei Tonnen. Wer mochte, konnte noch sitzenbleiben und den Abend gemütlich bei einem Kaffee in der Hütte ausklingen lassen.



Einsiedler Anzeiger (mia)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.05.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/8Av7Ku