Traf mit ihrem für einmal «etwas anderen Konzert» den Geschmack der Zuschauer: Die Feldmusik Bennau beim Konzert in der Turnhalle. Foto: Franz Kälin
Traf mit ihrem für einmal «etwas anderen Konzert» den Geschmack der Zuschauer: Die Feldmusik Bennau beim Konzert in der Turnhalle. Foto: Franz Kälin

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Gelungenes Konzert «mit Biss»

Am Samstag lud die Feldmusik Bennau zu einem Auftritt in besonderem Rahmen. Die örtliche Turnhalle wurde kurzerhand zum Restaurant «mit Biss» umgetauft. Den Besuchern wurden neben musikalischen auch kulinarische Delikatessen aufgetischt.

Die Musikkommission der Feldmusik Bennau dachte sich für das diesjährige Frühlingskonzert einen ganz besonderen Leckerbissen aus: Das neue Programm des Ständli-Repertoires wurde den Zuhörern im Rahmen eines Drei-Gang-Menüs serviert. So wechselten sich den ganzen Abend der Ohren- und Gaumenschmaus ab.

Keinen Aufwand gescheut

Die Planung für den Anlass war sehr aufwendig, jedoch perfekt bis ins Detail ausgeführt. Bereits am Freitagabend wurde die Turnhalle in ein Restaurant umgewandelt, das heisst, Bühne, Tische und Stühle für das Gala-Diner mit Konzert bereitgestellt. Am Samstag ging es dann an die Feinarbeit, der Saal wurde wunderschön dekoriert und die definitive Tischordnung eingeteilt. Abends um 18.30 Uhr trudelten die ersten Gäste zum Apéro im Foyer ein. Danach wurden die angemeldeten Gäste an ihren vorbestimmten Tisch verwiesen und hörten dort den musikalischen Eröffnungsblock. Mit «Feurig Blut» und «Ravanello» wurde ein erster Vorgeschmack vom neuen Programm gegeben. Nach einer kurzen Einführung von «Chefköchin» Karin Theiler erteilte der «Maître d’» Andi Kälin über die verschiedenen Spezialitäten des Hauses Auskunft. Er machte dem Publikum Liebhabereien wie «Edelweiss und Enzian-Salat» auf lustige Art schmackhaft. Nach dem ersten Block genossen die Gäste die Vorspeise, während sich die rund 50 Musikanten und Musikantinnen im Foyer eine Verschnaufpause gönnten und sich mental auf den weiteren Verlauf des Abends konzentrierten. Um der Verdauung der Zuhörer ein kurzes Timeout gönnen, startete um rund 20.15 Uhr der zweite Block. Weiter ging es mit den jazzigen Klängen von «New York New York», den anwesenden Geburtstagskindern wurde mit dem gleichnamigen Marsch gratuliert und die Stimmung im Saal stieg merklich an.

Grande Finale

Nun kam der Hauptgang: Kalbsbraten an Zitronengrassauce, Spätzli und Gemüse. Welch ein Genuss! Die Besucher freuten sich über das aufgetischte Mahl und manch ein Bennauer Musiker entdeckte nebenbei sein Talent als Servierpersonal. I m dritten musikalischen Block ging es schon sehr zackig zu, mit den Märschen «Locarno» und «Fliegermarsch» und zur Krönung ein fetziges «I will survive» in voller Lautstärke. Um den Ohrengenuss etwas zu verdauen, wurde kurz vor 22 Uhr das fast schon legendäre Dessertbuffet eröffnet: Von Kuchen über Torten, Schokoladenmousse, gebrannter Crème, Tiramisu, ausgeklügelten Frucht-Spiessen bis hin zu selbstgemachten Vanillecornets gab es alles, was das Herz begehrte. Manch ein Gast griff mehr als einmal zu. Zu guter Letzt galt es, die reichhaltige Mahlzeit etwas setzen zu lassen. Im Schlussauftritt wurden die Dimensionen Klang und Lautstärke noch einmal in neue Höhen getrieben. Nach dem «Marsch der Medici» und der «Fuchsgrabenpolka» waren die Zuhörer ganz aus dem Häuschen, der Applaus wollte kaum enden. Als dann mit dem beliebten Stück «’s Örgelihuus» aufgewartet wurde, war die Freude bei Musikanten und Zuhörern fast mit Händen zu greifen. Alles in allem kann sich die Feldmusik Bennau unter der Leitung von Ernst May auf die kommenden Auftritte freuen: Das Ständli-Programm sitzt und findet beim Publikum grossen Anklang. Einen herzlichen Dank an alle Helfer, Freunde und Gönner der Feldmusik Bennau.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.04.2010

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schwyzkultur.ch/cN6Uy7