Die Musikgesellschaft Egg spielte auf hohem Niveau und begeisterte die Konzertbesucher. Bild Karl Hensler
Die Musikgesellschaft Egg spielte auf hohem Niveau und begeisterte die Konzertbesucher. Bild Karl Hensler

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Gemeinsames Konzert gelungen

Die Musikgesellschaft Egg und der Jodlerklub Waldstatt-Echo überzeugten alle Besucher Die Kirche Egg war am vergangenen Sonntag gefüllt von erwartungsvollen Besuchern, welche von den Egger Musikanten und den Jodlern nicht enttäuscht wurden.

Die Egger Musikanten scheinen einen treuen Anhang zu haben. Am 3. Dezember waren schon sehr früh, trotz des frostigen Wetters, alle Bänke in der 1879 eingeweihten Kirche St.Johannes des Täufers besetzt. Das Programm versprach einen besonderen musikalischen Abend. Wagte man doch den Versuch, Harmonie-Musik mit Jodelgesang zu verschmelzen. Das Problem der für den gemeinsamen Auftritt engen Platzverhältnisse trat bei den Auftritten in den Hintergrund. Die umsichtig vorbereiteten Informationen von Sonja Ganahl waren ein willkommener Schmuck zum Konzert. Damit konnten die Besucher leichter den Aufführungen folgen.

Egger Musikanten spielten auf

Die Viertelsmusikanten folgten der sicheren Stabführung von Cornelia Schnider mit voller Konzentration und ebensolchem Einsatz. Das schmissige Eröffnungsstück «Centuria» von James Swearingen vermochte die Ohren der Zuhörer schnell auf Empfang zu stellen. Eine gerne aufgenommene Rosine war der Solovortrag von Natalie Lusti mit ihrer Oboe. Die Melodien von Jacob de Haan in «Nostalgia» klangen wie Schalmaien durch den Kirchenraum. Die gelungene Darbietung lässt viel Probenarbeit vermuten. Dafür dankte das Publikum mit verdientem Applaus. Ein willkommener Einfall und in die Vorweihnachtszeit passend war «Highlights from the Nut cracker Suite» von Sam Daniels arrangiert. Mancher Leser wird sich an das Ballett «Der Nussknacker» von Tschaikowski, das 1892 uraufgeführt wurde, erinnern. Leicht liessen sich in der Darbietung der Egger Musikanten Teile aus diesem Werk erkennen. Ab und zu glaubte man allerdings herauszuhören, dass sie an die Grenze ihres Könnens kamen. Aber diese Klippen wurden dank der gut geschulten Dirigentin gemeistert. Im von Adrian Falk für Harmoniemusik arrangierten Volkslied «Lueget vo Berg und Tal» wirkte das Trompetensolo besonders.

Die Waldstatt-Echo-Jodler singen

Der gehörgängige «Kamerade-Jutz» von Fredy Wallimann verlangte volle Konzentration. Die Jodler begleiteten die Vorjodlerinnen dabei auf sichere Art. Das Lied «Ganz süferli» klang ganz gut, wurde es doch titelgerecht vorgetragen. «Bätruef-Jodel» hörten und erlebten die Besucher formgerecht. In den Jodel wurde ein Teil aus einem traditionellen Betruf mit Original-Holztrichter, bei uns «Muttli» genannt, eingebaut.

Der gemeinsame Auftritt

Der vordere Kirchenraum wurde danach etwas eng. Denn nun stellten sich die Jodler und die Egger Musikanten zu einer gemeinsamen Formation auf. Solcherart war die «Jo delphonie Nr. 1» zu hören. Begannen die Jodler mit ihrem Gesang, so setzten die Musikanten ein, als wollten sie mit den Jodlern mittels ihrer Instrumente um die Wette mitjauchzen. Eine wirkliche Besonderheit, die von der Zuhörerschaft mit verdientem Beifall belohnt wurde. War zu Beginn dieser Zeilen von einem Versuch die Rede, so kann vermerkt werden, dass er gelang. Solches ist an erster Stelle den beiden Dirigentinnen zu verdanken. Sie fügten die beiden Formationen zu etwas zusammen, das noch lange nachhallen wird. Das aufmerksame Publikum wusste denn auch solchen Mut und solches Können mit viel Applaus zu honorieren.

Einsiedler Anzeiger (heka)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.12.2016

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schwyzkultur.ch/pDhH44