Der Cantiamo Kirchenchor Oberiberg überraschte unter der Leitung von Yvonne Briker mit einem breiten Repertoire. Foto: Konrad Schuler
Der Cantiamo Kirchenchor Oberiberg überraschte unter der Leitung von Yvonne Briker mit einem breiten Repertoire. Foto: Konrad Schuler

Nachrichten

«Haben Stimmen so klar wie Quellwasser gehört»

Am Sonntag vermittelten der Cantiamo Kirchenchor Oberiberg und der Jodlerclub Rapperswil in Oberiberg den Zuhörer/innen ein eindrückliches Hörerlebnis.

Priska Besmer-Reichmuth, Präsidentin des Cantiamo Kirchenchors Oberiberg, führte durch das viel Licht, Liebe, Hoffnung, Wärme und Vorfreude ausstrahlende Weihnachtskonzert. Kirchenratspräsident Pius Holdener würdigte am Schluss in seinen Dankesworten die Darbietungen der beiden Chöre zutreffend, indem er beispielsweise sagte: «Wenn es den anwesenden Personen so kalt den Rücken runterlief, wie draussen die Temperaturen sind, dann ist das gut. Wir haben Stimmen so klar wie Quellwasser gehört.»


Facettenreiche Darbietungen


Priska Besmer-Reichmuth durfte unter den über 300 Gästen verschiedene Persönlichkeiten begrüssen, so namentlich Pater Paul Peng, Kirchenratspräsident Pius Holdener, Nationalrat Marcel Dettling, Kantonsrätin Andrea Fehr und Kantonsrat Alois Reichmuth, Gemeindepräsident Walter Marty und Ehrenmitglied Alois Kälin. Unter der Leitung von Yvonne Briker einerseits und Paul Steiner anderseits stimmten die beiden Chöre je einzeln und am Schluss als Gesamtchor auf die bevorstehenden Festtage ein. Der Cantiamo Kirchenchor Oberiberg begann mit «Des Herren Ankunft» von Georg Friedrich Händel, «Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit» von Robert Stolz und «Noi siamo i tre re», dessen Satz von Melchior Ulrich stammt. Der hell leuchtende Weihnachtsstern über dem Chor, die Kerzen an den Weihnachtsbäumen sowie weitere Wärme und Licht verbreitende Kerzen auf den Altären unterstützten die vorweihnachtliche Stimmung zusätzlich. Der Jodlerclub Rapperswil präsentierte «E herrliche Stärn» von Lisbeth Arnold und Jürg Röthlisberger sowie «Uf em Feld» von Dölf Mettler. Gleichsam einfühlsam und ausdrucksstark wurden die Lieder vorgetragen. Ein erstes Mal kamen die klaren, hellen Frauenstimmen zum Tragen.


Alphörner bereicherten


Urs und Fritz Holdener sorgten auf dem Alphorn und unter Begleitung von Yvonne Briker an der Orgel für klangvolle Abwechslung. «The spirit of Alphorn» und «S’Guldetal im Ring», beide von Hans-Jürg Sommer, eigneten sich für die Untermalung der Atmosphäre bestens. Mit dem «Ave Maria aus Fulda» von Franz Xaver Engelhart, «The Little Drummer Boy» von Lorenz Maierhofen und der Volksweise «Süsser die Glocken nie klingen» zeigte der Cantiamo Kirchenchor Oberiberg ein überraschend breites Repertoire auf. Vor allem «The Little Drummer Boy» ist für Sängerinnen und Sänger eines Kirchenchores ja nicht gerade Alltagsgut. Die gezeigte Leistung wurde bei der Dirigentin selbst, bei einzelnen Chormitgliedern und bei einigen Zuhörerinnen und Zuhörern unter anderem mit einem freudigen Schmunzeln quittiert. Die Darbietungen des Cantiamo Kirchenchores Oberiberg wussten insgesamt bestens zu gefallen. Pius Holdener hatte auch dafür die treffenden Worte parat: «Ich habe Freude und bin stolz, dass wir in Oberiberg einen so tollen Chor haben. Macht weiter so!» Nun war erneut die Reihe am Jodlerclub Rapperswil. Auf dem Programm standen der «Fyrabig- Juitz» von Fredy Wallimann und «Wenn d’Gloggä lüüte» von Beat Jäggi und Marie-Theres von Gunten. Mit «Ranz des vaches» sorgte Urs Holdener nochmals für eindrückliche Alphornklänge.


Gesamtchor zum Abschluss


Ein weiteres Highlight waren die Darbietungen des Gesamtchors. «Wiehnachtsglogge» von Ernst Sommer und «Stille Nacht» liessen wohl keine Person im Publikum kalt. Es reichte gar da und dort für feuchte Augen. Nach dem langanhaltenden Applaus wurde als Zugabe von den beiden Chören mit «Stille Nacht» nochmals «das schönste Weihnachtslied », wie es Priska Besmer- Reichmuth betitelte, unter Mitwirkung der Gäste gesungen.


Einsiedler Anzeiger / K.S.

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.12.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/jJruee