«Wir leben unsere Musik auch ein wenig.» Chrigel (von links), Jimmy und Fips mit ihrem neuen Sänger Wielander (vorne) sind die D.D.Dogz. Bild: Nadja Tratschin
«Wir leben unsere Musik auch ein wenig.» Chrigel (von links), Jimmy und Fips mit ihrem neuen Sänger Wielander (vorne) sind die D.D.Dogz. Bild: Nadja Tratschin

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«Hardrock ist ein Lebensstil und auch eine Therapie»

Sie huldigendem wuchtigen Hardrockder 80er-Jahre undw irken
auch optisch wie einRelikt aus dieser Zeit. D.D.Dogz haben eine neue 6-Songs-Mini-CD herausgegeben.

Die Geschichte der ursprünglichen Devils Dandy Dogz aus Goldau beginnt so um 1992. Also zu einer Zeit, wo der US- Hardrock vor allem von der Westküste bereits vom Grunge aus dem nördlichen Seattle abgelöst wurde. Doch die D.D.Dogz, wie sich die vier Jungs längst nennen, zelebrieren unbelastet von jeglichen Modeströmungen ihre Musik aus den goldenen Hardrockzeiten entlang des Sunset Strips in LA.

«Unsere Musik ist auch etwas Lebenseinstellung»

Gründer und immer noch treibende Kraft derBand ist Gitarrist Fips. Er hat in der bewegenden Geschichte der bodenständigen und auch optisch stilechten Band fast ein Dutzend Musikerwechsel durchgestanden und pflegt den rauen und doch immer harmonischen Hardrock nach allen Regeln des entsprechenden Rock-’n’-Roll-Genres. «Das ist auch eine Art Lebensstil und für uns sogar etwas Therapie», verrät der Gitarrist, der mit dem Bassisten Jimmy und Drumer Chrigel seit Längerem das Gerüst des Quartetts bildet. «Wir haben alle unsere Jobs und unsere Familien. Wenn wir uns jedoch im Dogzland treffen, tauchen wir in unser Rock-Universum ab und legen einfach los.» Hierbei darf auch angefügt werden, dass Dogzland inder Goldauer Industriezone nicht einfach ein Proberaum, sondern ein schmucker Rock-Tempel ist. Für Jungs, die mit bösen Mienen, machoidem Posing und auf der Bühne mit den stilgetreuen Attitüden auftreten, fast etwas widersprüchlich. «Aber wir sind ja auch gar keine bösen Jungs.» Zudem ist für die gestandenen Herren mittleren Alters eine stilvolle Umgebung von grösserer Bedeutung als vielleicht für pubertierende Rock-Rotznasen. Fast wie bei ihren ultimativen Vorbildern Mötley Crüe ist die eigene Bandgeschichte ein stetes Auf und Ab. Die besagten Musikerwechsel vor allem beim Leadgesang warfen die Jungs immer mal wieder zurück auf Feld eins. Seit knapp zwei Jahren ist der Obwaldner Martin Wieland für den passenden und vor allem auch starkenGesang zuständig. Ihn haben D.D.Dogz aus dem Umfeld von Many Maurers Studio im Luzerner Sedel entdeckt und gleich engagiert.«Mit Wieland macht es wieder richtig Spass», sagt Fips. «Aber wir haben nicht den Druck, möglichst viel auf der Bühne zu stehen. Wir nehmen es locker und freuen uns, wenn wir einen coolen Gig haben.» Cool ist auf alle Fälle die Mini-CD«Dogzland II»mit sechs rockigenTracks, die so daherkommen, wie sie eben müssen. Fadengrad, harmonisch und bombastisch. Chris von Rohr von Krokus fragte einmal: «Hunde, wollt ihr ewig rocken?» Die D.D.Dogz sagen: «Ja!»

Bote der Urschweiz (Roger Bürgler)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

16.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/VRuPnP