Emil Schnellmann in der Rolle als Doktor de Witt therapiert seine Klienten mit viel Herz und Verstand. Bild Johanna Mächler
Emil Schnellmann in der Rolle als Doktor de Witt therapiert seine Klienten mit viel Herz und Verstand. Bild Johanna Mächler

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«Herzhaft lachen ist Medizin»

Emil Schnellmann spielt die Hauptrolle im «Neurose- Kavalier» der Marchbühne. Der Siebner hat nach 20 Jahren noch immer grosse Freude am Theaterspielen.

Mit Erich Schnellmann sprach Johanna Mächler

Worum geht es im neuen Stück der Marchbühne?

Es geht um einen Migros-Räuber, der sich auf seiner Flucht verstecken muss. Dabei verirrt er sich in eine Praxis für Psychotherapie, wo gerade eine Vertretung für den Therapeuten erwartet wird. So werde ich zu Doktor de Witt, der seine «Fälle» gar nicht so schlecht löst… Deshalb heisst es auch «Psycho-Komödie in drei Sitzungen».

Aber macht sich die Bühne damit nicht über kranke Menschen lustig?

Nein, nein. Ich schildere zwei Beispiele: Einer der Patienten hält sich für Elvis, und Frau Carrera kann sich nicht von ihrem Vater abnabeln. Doktor de Witt setzt nun als Heilmittel seinen Menschenverstand ein. Heutzutage, so sagt man, hat jeder dritte Mensch eine leichte oder schwerere Störung im Seelenhaushalt. Diesem Sachverhalt darf man doch auch mit einem gewissen, gesunden Humor begegnen. Herzhaft Lachen ist ja übrigens die beste Medizin. Ich kann versprechen, dass es viel zu lachen gibt. Zudem beziehe ich das Publikum mit ein. Sie sollen dem Therapeuten Tipps geben, wie er am besten helfen kann.

Oftmals finden Bühnen kaum Mitspielerinnen und Mitspieler. Sie aber sind schon 20 Jahre lang bei der Marchbühne. Warum?

Ich habe immer noch den Plausch am Theaterspielen und an unserer Gruppe, wir haben viel Spass miteinander. Und wie lernt man am einfachsten auswendig? Lesen, lesen, lesen. Ich muss ja auch das lesen, was die Person vor meinem Einsatz sagt.

Und wie oft proben Sie zurzeit?

Zweimal pro Woche seit Mitte August, plus zwei Probeweekends. Das Schöne ist, das auch meine Lebenspartnerin mitspielt. Das gemeinsame Hobby verbindet uns.

Und am Schluss gibt es ein Geschenk?

Für die Männer etwas Wein, für die Frauen einen Blumenstrauss und natürlich der Applaus der Besucherinnen und Besucher.

Und dafür stellt man sich so oft aus?

Ja, und das ist mir bewusst, damit lernt manumzugehen. Man erhält noch lange über die Spielzeit hinaus Feedback, sei es beim Einkaufen im Dorf oder im Bekanntenkreis. Das Spielen macht mir einfach sehr viel Freude.

Zur Person

Name:
Emil Schnellmann

Wohnort: Siebnen

Geburtsdatum:
27. März 1960

Beruf: Schreiner

Hobbys: Theater, Fasnacht, Töfffahrer

Stärke: kann gut zuhören

Schwäche: kann schlecht Nein sagen

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«De Neurose-Kavalier»

von 22. Oktober bis 20. November 2010
11 Aufführungen jeweils um20.00 h

Psycho-Komödie in drei Sitzungen/ Akten von Gunther Beth und Alan Cooper.

Ort:

Montessori-Schule, Siebnen

Infos undDaten:

www.marchbuehne.ch

Vorverkauf:

ok-shop, Siebnen
T 055 450 21 51

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

13.10.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/ZyYxRy