Die Grosser Primarschülerin Jasmin Angst spielte vergangenen Sonntag im KKL. Bild Patrizia Pfister
Die Grosser Primarschülerin Jasmin Angst spielte vergangenen Sonntag im KKL. Bild Patrizia Pfister

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Ich hörte mich selber fast nicht!

Der Schweizer Blasmusikverband rief 2015 das «Jahr der Klarinette» aus. Im Rahmen davon spielten an Auffahrt etwa 330 Klarinettisten im KKL «Dances in Concert». Mit dabei war unter anderem die Grosser Primarschülerin Jasmin Angst.

Patrizia Pfister: Jasmin, warum spielst Du Klarinette?

Jasmin Angst: An der Instrumentenvorstellung der Musikschule habe ich verschiedene Instrumente ausprobiert. Da habe ich auch mal eine Klarinette getestet. Ich fand den Ton gut und habe mich deshalb nach zwei Jahren Blockflöte für die Klarinette entschieden.

Unter dem Motto «Dances in Concert» führten am letzten Donnerstag verschiedene Formationen ihre Stücke im KKL auf. Darunter das über 300-köpfige «Mass Clarinet Ensemble». Wie kamst Du dazu, beim Projekt mitzumachen?

Unser Klarinettenlehrer Adrian Meyer spielt in Luzern in einem Orchester mit. So hörte er von der Ausschreibung für dieses riesige Klarinettenkonzert. Bei dieser speziellen Gelegenheit wollte ich unbedingt dabei sein. Ausser mir waren noch fünf weitere Einsiedler Musikschüler dabei.

Wie intensiv war die Probenarbeit im Vorfeld?

Wir haben in der Musikschule geübt und privat haben ebenfalls einige von uns zusammen geprobt. Am Probentag Mitte April in Kriens konnte ich leider nicht dabei sein, da ich dort ein Tischtennisturnier hatte.

Am letzten Donnerstag war es also so weit. Du hast im ausverkauften KKL gespielt. So eine Chance erhält man nur einmal! Wie hast Du den Tag erlebt?

Es war schon streng aber auch wirklich lässig.

Nach einer Probe am Vormittag in Kriens habt ihr am Nachmittag ein «Open Air Konzert» auf dem Europaplatz gespielt ...

Dank dem schönen Wetter hat das sehr gut geklappt. Wir spielten auch einige zusätzliche Stücke, die am Abend nicht mehr vorkamen.

Unter den aufgeführten Stücken war auch «eine kleine Nachtmusik» von Wolfgang Amadeus Mozart. Welches Stück hat Dir besonders gut gefallen?

Das beste finde ich «Pirates of the Caribbean». Das haben wir leider nur am Nachmittagskonzert gespielt.

Am Abend startete dann das Konzert im ausverkauften KKL. Wie hast Du euren Konzertteil erlebt?

Das KKL war sehr gross zum Spielen. So viele Klarinetten zusammen waren schon ziemlich laut. Ich habe mich selber fast nicht gehört.

Du warst auf der Bühne, viele der Klarinettisten waren jedoch auch auf drei Ebenen der Emporen verteilt. Hast Du den Dirigenten überhaupt gesehen?

Er war schon ziemlich weit weg. Da wir die Stücke jedoch gut kannten, hat es funktioniert.

Warst Du vor dem Konzert im KKL nerövs?

Schon ein bisschen. Da wir aber so viele Klarinettisten waren, fiel der Einzelne weniger auf. Normalerweise sind wir bei einem Auftritt im Aspirantenspiel vielleicht etwa fünf Klarinetten.

Ich habe gehört, die jüngsten Mitspielenden waren erst sechs Jahre alt?

Das stimmt. Ich würde sagen, es waren etwa drei verschiedene Generationen dabei.

Gibt es irgend etwas, was Du musikalisch unbedingt noch erreichen möchtest?

Nicht wirklich. Das war schon ein spezielles Erlebnis! Ich würde sofort wieder im KKL spielen.

Einsiedler Anzeiger (Patrizia Pfister)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.05.2015

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schwyzkultur.ch/x6KBfP