Alexander Kälin mit dem Storyboard seines Filmes «Flugzeuge im Herz». Bild Andreas Knobel
Alexander Kälin mit dem Storyboard seines Filmes «Flugzeuge im Herz». Bild Andreas Knobel

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«Ich liebe Actionfilme mit Knall und Witz»

Der 26-jährige Alexander Kälin aus Pfäffikon ist beim Kino am See nicht nur für die Festwirtschaft zuständig. Der Student in Digital Film Making zeigt am Mittwoch auch seinen eigenen Film «Flugzeuge im Herz».

Welches ist Ihr Lieblingsfilm am diesjährigen Kino am See?

Eindeutig «Mission: Impossible V» mit Tom Cruise. Ich liebe Actionfilme mit Knall und Witz. Ich sitze gerne einfach ins Kino und geniesse es. Kommen Sie denn zum Zuschauen? Immerhin sind Sie für Bar und Festwirtschaft zuständig. Zu Beginn beim Einarbeiten wohl weniger, und auch nicht, wenn es viel Publikum hat. Vielleicht reicht es zwischendurch, um reinzuschauen. Sie haben aber auch einen beruflichen Bezug zum Filmen? Genau. Ich arbeite halbtags als Bauzeichner, absolviere daneben aber das Studium Digital Film Making am SAE Institut in Zürich. Dabei lerne ich die Grundlagen rund ums Filmen, inhaltlich und technisch, von der Kameraführung übers Vertonen bis zum Drehbuchschreiben und Produzieren.

Und nun wird ein Werk von Ihnen dem Publikum in Pfäffikon gezeigt?

Richtig, es ist eine von vier Projektarbeiten, die wir einreichen müssen. Der Titel dieses Dokumentarfilms heisst «Flugzeuge im Herz», er dauert 15 Minuten. Dabei habe ich vom Storyboard bis zur Realisierung so ziemlich alles selber gemacht, lediglich einige Studienkollegen haben mir geholfen. Was dürfen wir dabei erwarten?

Ich konnte diesen Film mit einem Kollegen verwirklichen, der gerade auf dem Flugplatz Wangen/Lachen Fliegen lernt. Ich begleitete ihn während seiner Ausbildung – auch in der Luft – und konnte mit Piloten und Mechanikern sowie mit Passagieren sprechen. Es gab also sehr viele dankbare Szenen, die wir verwirklichen konnten.

Wann wird der Film gezeigt?

Gleich am ersten Abend, übermorgen Mittwoch nach dem Auftaktfilm «Usfahrt Oerlike». Wer interessiert ist, darf gerne sitzen bleiben und sich meinen Film anschauen.

Und wenn die Leute einfach aufstehen und gehen?

Dann wäre ich schon etwas enttäuscht. Aber weil der Film kurz ist, werden hoffentlich einige sitzen bleiben – es lohnt sich. Ich bin optimistisch. Welches sind denn Ihre beruflichen Pläne in Bezug aufs Filmen? Die sind noch nicht ganz klar. Eigentlich wollte ich Kameramann werden. Aber auch 3D-Animationen interessieren mich sehr. Ebenso könnte ich mich als Regisseur vorstellen. Ich bleibe offen für alles. Es gibt viele Möglichkeiten nach dieser Grundausbildung, die Spezialisierung findet später statt. Und welchen Film würden Sie am liebsten drehen? Am liebsten wäre mir ein Spielfilm, so wie ich ihn gerne sehe – «Mission: Impossible» zum Beispiel (lacht). Nein, das ist natürlich nur ein Traum … Wann wird es einen abendfüllenden Spielfilm von Alexander Kälin im Kino am See zu sehen geben? Wohl noch nicht in den nächsten Jahren. In der Schweiz ist das Filmemachen sowieso nicht ganz so einfach. Fürs Erste bin ich glücklich, wenn sich das Publikum meine Projektarbeit ansieht.

Alle Infos auf www.kino-am-see.ch

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Andreas Knobel)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Film

Publiziert am

03.08.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/SkeCf8