Julius Vogt ist bereits aufgeregter als seine Schüler. Bild Rahel Alpiger
Julius Vogt ist bereits aufgeregter als seine Schüler. Bild Rahel Alpiger

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«Ich versuche ständig, Neues zu bieten»

Dieses Wochenende findet in Schindellegi der Event Drum- Fever Vol. 2 statt. Organisator und Schlagzeuglehrer Julius Vogt achtete heuer besonders darauf, dass jeweils mehrere Schlagzeuger auf der Bühne stehen.

Mit Julius Vogt sprachRahel Alpiger

Wird das Drum-Fever Vol. 2 wie im letzten Jahr an den vier Standorten Buttikon, Schindellegi, Brunnen und Einsiedeln stattfinden?

Nein, in diesem Jahr findet nur ein Doppelkonzert im Maihofsaal in Schindellegi statt.

Wieso nur in Schindellegi?

Erstens ist der Maihofsaal für mich einer der schönsten und akustisch besten im Kanton. Zweites passt dort die ganze Infrastruktur. Zudem kennt man uns in dieser Region.

Wie kamen Sie auf die Idee, den Drum- Fever-Event ins Leben zu rufen?

Als Schlagzeuglehrer versuche ich ständig, den Schülern etwas Neues zu bieten. So kam ich auf die Idee, ein solches Konzert zu realisieren, wo mehrere Jugendliche zusammen auf die Bühne dürfen. Das gibt ihnen einen gewissen Kick.

Wie viele Schüler werden dann jeweils auf der Bühne stehen?

Da es für das Publikum meist langweilig und monoton ist, wenn eine Stunde «nur» einzelne Schlagzeugsoli dargeboten werden, haben wir nun diverse Gruppen von zehn bis zwölf Schülern, die gleichzeitig auf der Bühne ihr Können zum Besten geben. Das macht es auch optisch abwechslungsreicher für die Zuschauer, und die Schüler waren natürlich ebenfalls Feuer und Flamme.

Apropos Flamme: Wird es Special Effects geben?

Eine spezielle Lichtshow wird für Stimmung sorgen.

Wie viele Akteure sind es insgesamt?

33 sind dieses Jahr involviert.

Aus welcher Region kommen diese?

Vorwiegend aus Einsiedeln und Umgebung. Es hat aber auch einige aus den Bezirken Höfe und March.

Welche Anforderungen müssen die Schülerinnen und Schüler mitbringen?

Ich habe das ein wenig wie Ottmar Hitzfeld bei der Nati kommuniziert: «Ich möchte im Training Leistung sehen, und dann wirst du aufgestellt – sonst bist du auf der Ersatzbank.»

Sind die Schüler schon aufgeregt?

Ich glaube, ich bin aufgeregter als sie. Aber auch bei den Schülern steigt die Spannung.

Wie alt sind Ihre Schützlinge?

Im Schnitt zwischen 16 und 20 Jahren, in einer Vorführung sind aber auch ganz Kleine dabei. Zudem spielt ein 13-Jähriger mit, mit dem ich letztes Wochenende an die Schweizer Meisterschaften nach Altishofen ging.

Damit hat sich die Frage, ob es spezielle Talente unter den jungen Schlagzeugern hat, bereits beantwortet.

Ja, er ist sicher einer, der grosses Talent hat. Es hat aber auch noch zwei, drei andere. Zudem konnte ich heuer einige ehemalige Schüler rekrutieren. Der eine ist Militärschlagzeuger, der andere hat bereits in Los Angeles Schlagzeug studiert. Deshalb ist die Qualität auch sehr gut.

Seit wann wird geprobt und wie oft?

Anfang Jahr haben wir mit den insgesamt acht Proben begonnen.

Wird es ein Drum-Fever Vol. 3 geben?

Das kann ich im Moment noch nicht sagen. Es wäre grossartig, aber gleichzeitig auch mit einem grossen Aufwand verbunden.

March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.04.2010

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schwyzkultur.ch/5wKx7a