Schauspieler Dardan Sadik spielt in Papa Moll mit. Bild: Silvia Camenzind
Schauspieler Dardan Sadik spielt in Papa Moll mit. Bild: Silvia Camenzind

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«Ich warte auf eine grössere Nebenrolle»

Dardan Sadik spielt im Kinderbuchklassiker «PapaMoll», der eben als Film ins Kino kam, einen Zirkusdiener.

Sadik ist Filmschauspieler. Er hat die European Film Actor School (Efas) in Zürich absolviert. Diese private Schauspielschule besuchte auch Joel Basman. Schon als Kind war Dardan Sadik ein Filmfan. Sein liebster Film war «Hook» von Steven Spielberg mit Robin Williams als Peter Pan und Dustin Hofman als Captain Hook. Da tauchte er völlig in diese Welt ein. Später schaute er «Der Pate» von Francis Ford Coppola.


«Ich war fasziniert von den Schauspielern.»


Das wollte er auch. Er absolvierte einen Schnuppertag an der Efas und stieg 2011 mit 21 Jahren in die dreijährige Ausbildung ein. «Es war das erste Mal, dass ich gerne zur Schule ging», lacht Sadik, der sich die Schauspielschule selber finanzieren musste und vor oder nachder Schule jeweils im Gastgewerbe arbeitete. Das tut er auch heute noch. Er kocht im Restaurant Al Porto in Gersau, das seine Eltern führen. Das mache er sehr gerne, aber am liebsten spielt er in Filmen mit. Bei Glaus Casting ist er in der Kartei und wurde für die Rolle des Zirkusdieners in «Papa Moll» angefragt. Da war er für ein Fitting und für eineinhalb Tage Dreharbeiten engagiert.


Gute Zeit am Drehort


«In Bad Zurzach wurde ein Originalzirkus aus den Fünfzigerjahren aufgebaut, sehr cool», schwärmt Dardan Sadik. Es sei spannend gewesen, Stefan Kurt zuzuschauen, wie er Papa Moll spielte, nachdem ihm in der Maske die Pausbacken verpasst und die Glatze rasiert worden waren. «Es war eine gute Zeit. Das ist gut für mein Portfolio», blickt Sadik auf die Dreharbeiten zurück. Die Rolle des Zirkusdieners ist klein. Es gilt, eine Kiste in die Manege zu tragen. «Eine lustige Szene», erklärt der Schauspieler. Verschiedene Leute in seinem Umfeld, die mit Kindern im Kino waren, haben ihn auf die Rolle angesprochen. Andere dachten vielleicht, der sieht aus wie «de Dardi», wissen aber nicht, dass er Schauspieler ist. Vor Weihnachten war Dardan Sadik zur Premiere von «Papa Moll» geladen. «Ich hatte so grosse Freude am Film, manchmal musste ich noch mehr lachen als die Kinder», erzählt er und ergänzt: «Ich denke, das ist nicht der letzte ‹Papa Moll›.» Das ganze Team habe gute Arbeit geleistet.


Hoffen auf grössere Rolle


Seit dem21. Dezember läuft «Papa Moll» nun inden Schweizer Kinos. Über 100000 Kinobesucherinnen und besucher sahen den Film. Damit liegt er in der Deutschschweiz gleich hinter «Star Wars». Dardan Sadik spielte zuvor in Luke Gassers«Rabbuni», in «Goliath», einem Schweizer Film, der am Filmfestival Locarno im Wettbewerb stand, in «Peripherie», dem Episodenfilm, der am Filmfestival in Zürich gezeigt wurde, und in «Ruah» von Flurin Giger, der es an die Filmfestspiele in Venedig schaffte. Alles kleine Rollen. Dardan Sadik hofft nun auf eine grössere Nebenrolle in einem Kino- oder Fernsehfilm. Zehn Drehtage sollten es schon sein: «Ich möchte mich in eine Rolle hineinfühlen.» Dramen, Krimis, Gangsterfilme, aber auch etwas Lustiges dürfe es sein, denn er könne über sich selber lachen. In die Werbung aber wolle er nicht. Der Schauspieler wartet ab, kocht und bedient die Gäste im«Al Porto». Er bezeichnet es als Privileg, das tun zu können, was er gerne macht.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

11.01.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/PG74n7