Die neue Stoosbahn war sowohl am Sennenumzug als auch bei Stückli-Machern ein Thema. Hier wird Kaffee ausgeschenkt. Bilder: Guido Bürgler
Die neue Stoosbahn war sowohl am Sennenumzug als auch bei Stückli-Machern ein Thema. Hier wird Kaffee ausgeschenkt. Bilder: Guido Bürgler

Nachrichten

Illgauer Sennenkilbi im Schneegestöber

«Illgauer Sännächilbi», so heisst ein lüpfiger Ländler von Toni Bürgler. Gestern fand die neuste Ausgabe des beliebten Anlasses statt.

Obwohl es weit in den Vormittag hinein kräftig schneite, genossen viele Leute den urchigen und fasnächtlich geprägten Anlass. Nach dem Sennengottesdienst (Ländlermesse) fand ein kleiner, bunter Umzug durchs Dorf statt. Vom Sennenwagen aus verteilte der Sennenvorstand Orangen und Süssigkeiten. Etliche grosse und kleine Sennenpärli setzten in ihren rot-weissen Gwändli farbenfrohe Akzente.


Fünf lustige Stückli sorgten für Heiterkeit


Auch eine Herde Original Baunvieh, die Bettbachfischer (Kindergartenkinder), «Stoosbähnler», ein Love Mobile, ein Wagen mit der Aufschrift «Wolf und Luchs – nein danke» und weitere Nummern bereicherten den Umzug. Nach dem Umzug strömten viele Schaulustige auf den Kirchplatz, wo Sennenpräsident Beat Heinzer fünf Stückli ansagen konnte. Das Publikum amüsierte sich prächtig über die lustigen – teils turbulenten – Darbietungen. Die Stückli, die 10 bis 15 Minuten dauerten, hiessen wie folgt: «Burg zu verkaufen», «Öppis Gfreuts», «Gäuerlen wird olympisch», «Stoosbahn » und «Ds Dritt isch einä zwenig». Im Stückli «Stoosbahn» wirkten zur Freude der Zuschauer Landammann Othmar Reichmuth und seine zwei Söhne mit. Zwischendurch wurde mit Geislechlepfen, Fahnenschwingen, Gäuerlen und Juuzen das Brauchtum gepflegt. Der zweite Teil der Sennenkilbi ging am Nachmittag in der Mehrzweckhalle Ilge über die Bühne. Nach dem Sennenmahl präsentierte der Sennenvorstand ein vielfältiges volkstümliches Unterhaltungsprogramm. Nebst der Feldmusik und dem Jodlerklub Illgau erfreuten auch folgende Formationen das Publikum: die Zithergruppe Illgau, Büchelbläser Toni Bürgler (Buoflen), die Kapelle Illgauergruess, das Jodeltrio Heimat-Gruess und das Echo vom Tauisberg mit dem erst elfjährigen Michael Heinzer, dessen Vater Josef und Grossvater Walter Inauen aus Appenzell (Bass). Bei solch lüpfigen Klängen «lüpfte» es buchstäblich einige Senntenbauern und Sennenfreunde von ihren Stühlen. Sie sprangen auf die Bühne und präsentierten das Gäuerlen in schönster Manier. Zwischen den volkstümlichen Darbietungen wurden mehrere lustige Einlagen (Sketche) präsentiert. Abends spielte Rolf Bürgler mit seinen Ländlerfreunden zum Tanz auf, auch die Katzenmusik Illgau begeisterte die vielen Festbesucher.


Bote der Urschweiz / Guido Bürgler

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

12.02.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/Rrmpdq