Louise Bürgler zeigt im Film, wie man Monstranzbohnen für Rosenkränze zieht. Screenshot
Louise Bürgler zeigt im Film, wie man Monstranzbohnen für Rosenkränze zieht. Screenshot

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Illgauerin in Film über das Handwerk des Rosenkranzes

Morgen wird in Illgau der Film «Rosenkranz – den ganzen Glauben in der Hand» vorgeführt. Die meisten Protagonisten im Film kommen aus Illgau.

Der Film ist der jüngste in der vom Verein SchwyzKulturPlus produzierten Reihe «Die Letzten ihres Handwerks?». Der 27-minütige Dokumentarfilm von Regisseur Simon Weber ist dem Rosenkranz und dem damit verbundenen Handwerk gewidmet. Die Uraufführung war vergangenen April am Schwyzer Kulturwochenende. Weil der Film zu einem grossen Teil mit Illgauerinnen und Illgauern entstand, wird er nun unter dem Patronat der lokalen Pro Senectute von der Kulturkommission der Gemeinde Illgau und dem kantonalen Kulturverein SchwyzKulturPlus zwei Mal in Illgau vorgeführt.

«War zuerst gar nicht begeistert»

Eine, die im Film mitgewirkt hat, ist Louise Bürgler. Die 71-jährige Illgauerin pflanzt in ihrem Garten die sogenannten Monstranzbohnen, welche nach der Ernte getrocknet als Perlen für die Gebetsketten verwendet werden. Als sie für das Mitwirken im Film angefragt wurde, «wollte ich das absolut nicht und war gar nicht begeistert», meint Louise Bürgler. Aber wenn es dem Rosenkranz nütze, sei es eine gute Sache, fügt die Illgauerin hinzu. Dieser habe für sie eine spezielle Bedeutung. Früher hätte sie sich das nie gedacht: «Täglich mussten wir in der Schule den Rosenkranz beten, da hatte ich irgendwann genug davon.» Heute schätze sie ihn sehr. Fast jeden Abend geht sie mit einer Gruppe zur Lourdes-Grotte und betet den Rosenkranz.

«Die Bohnen haben mich fasziniert»

Vor einigen Jahren bekam sie drei der sagenumwobenen Monstranzbohnen geschenkt, damit diese ihr gute Schwingungen und Kraft verleihen. Nach zwei bis drei Jahren pflanzte Louise Bürgler die drei Bohnen in ihrem Garten und sie gediehen wunderbar. Seither pflanzt sie Jahr für Jahr neue Bohnen. Als Bohnenstange dient jeweils der Christbaumstamm von Weihnachten. Die geernteten Bohnen gibt sie dann einer Schwester im Acherhof, welche daraus Rosenkränze macht. Das Filmteam begleitete die Illgauerin einen ganzen Tag. Im Film erklärt sie, wie man die Bohnen mit dem schönen Muster (welches ihnen den Namen Monstranzbohnen verleiht) erfolgreich aufzieht und welche Bedeutung das Gebet in ihrem Leben eingenommen hat.

«Positive Reaktionen»

Es sei speziell, sich selbst auf einer Leinwand zu sehen, meint sie. Aber von anderen Leuten kämen positive Rückmeldungen: «Viele wollen wissen, wie das mit den Bohnen funktioniert.»

Vorführungen sindam Donnerstag, 11. September 2014,um 14.30 und 19.30 Uhr mit anschliessendem Apéro in der MZH Ilge in Illgau.

Der Film ist auf DVD bei SchwyzKulturPlus unter Tel. 079 759 45 40 oder auf www. schwyzkultur.ch/handwerk erhältlich.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

10.09.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/s8cDGp