Céline Schmid trat in Köln am Live Portrait Contest (LPC) an. (Bild: zvg)
Céline Schmid trat in Köln am Live Portrait Contest (LPC) an. (Bild: zvg)

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Im Fokus der Foto-Fachwelt

Sie lichtet am liebsten Personen ab, und wenns um die Fotobearbeitung am Computer geht, beeindruckt sie sogar schon ein internationales Publikum: Céline Schmid, bei der Foto Mächler AG in Galgenen in der Weiterbildung, ist auf bestem Weg zur Top-Fotografin.

Das vergangene Wochenende wird die 19-jährige Céline Schmid aus Uznach nicht so schnell vergessen. Wenn sie darüber spricht, spürt man, wie beeindruckend es für sie gewesen sein muss, vor über 200 Zuschauern ihr Können zu zeigen. Am Samstag durfte sie in Köln am Live Portrait Contest (LPC) als eine von zwei Schweizer Teilnehmerinnen antreten. In diese internationale Ausscheidung war sie über den Sieg beim Fotowettbewerb des Schweizer Vereins young photo professionals gekommen. Für sie sei es eine grosse Ehre gewesen, in Köln anzutreten. Als jüngste Mitstreiterin in der zehnjährigen Geschichte des Anlasses konnte sich die angehende Profi-Fotografin mit arrivierten Berufskollegen messen. Sie resümiert: «Ich war schon etwas nervös, doch dank der tollen Unterstützung meines Lehrbetriebs und meiner Arbeitskollegin Debora Suter haben wir in Köln ein super Resultat abgeliefert.» Zum Sieg gereicht hat es ihr zwar nicht, trotzdem ist sie sichtlich zufrieden.

In 55 Minuten zum perfekten Bild

Die Aufgabestellung lautete: «ICH werde Mama – Jaaa!». Dazu hatten alle fünf Fotografen dasselbe Model, eine Schwangere, zu inszenieren, wobei auch alle mit der gleichen Licht- und Fotoausrüstung arbeiten mussten. «Für die Aufgabe hatten wir 55 Minuten – vom Aufbau der Lampen über die Inszenierung bis hin zur Nachbearbeitung am Computer.» Das Ganze lief nicht nur unter den prüfenden Blicken einer internationalen Jury ab, sondern wie erwähnt war auch eine Menge fotokundiger Zuschauer im Saal des Hotels «Marriott». «Meine Arbeitsweise wurde gelobt, insbesondere wie ich die Bilder mit Photoshop bearbeite, hat das Publikum überrascht», erzählt Schmid verschmitzt. Vor allem wie rasch sie dabei vorgehe, habe für Erstaunen gesorgt. Den Einsatz des Computers sieht sie denn auch als augenfälligsten Unterschied zwischen den Generationen: «Die älteren Fotografen inszenieren eine Aufnahme beinahe perfekt nur über die Licht - installation, wir jungen nutzen die Nachbearbeitung vielstärker.» Wenns um die Fotonachbearbeitung geht, ist sie denn auch nachgewiesener Massen schon ein richtiger Profi, hat sie doch im vergangenen Jahr ihre Ausbildung zur Fotofachfrau «Finishing» in Zürich als Jahrgangsbeste abgeschlossen.

«Möglichst viel Praxis sammeln»

Was hat ihr das Shooting in Köln persönlich gebracht? «Ich konnte meinen Horizont erweitern und habe vor allem mitbekommen, wie extrem breit das Fotofach ist», betont Schmid. Neben dem Contest bot der Anlass in Köln, organisiert vom Bund Professioneller Portraitfotografen, auch zahlreiche Vorträge und Diskussionen mit bekannten, internationalen Fotografen. Auch ein Galaabend stand auf dem Programm. Gelegenheit für professionelle Kontakte bot sich somit zur Genüge. Ob und wie sie diese künftig nutzen möchte, will sie noch offen lassen: «Im Sommer schliesse ich jetzt erst einmal noch meine Weiterbildung zur Fotofachfrau Fotografie ab.» Eines aber ist für sie schon klar: Sie möchte weiterhin vor allem Personen fotografieren und «möglichst viel Praxis sammeln – am liebsten in einem Studio». Entsprechende Jobangebote dürften bei ihrem Leistungsausweis nicht lange ausbleiben. Wer sich ein Bild von ihrer Arbeit machen möchte, klickt sich am besten unter der Internetadresse www.celine-schmid.ch ein. Die Seite gibt Einblicke in die Bilderwelt der ausgebildeten Fotofachfrau, die getrost schon als Fotokünstlerin bezeichnet werden darf. Es verwundert folglich nicht, dass man in ihrem Lehrbetrieb, der Foto Mächler AG in Galgenen, stolz ist auf ihre Leistungen.



Weitere Infos

www.celine-schmid.ch

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

27.02.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/sajD8J