Erika Niederer überzeugte mit ihrem Solo im Stück «On a highway to freedom». Bilder Nadja Tratschin
Erika Niederer überzeugte mit ihrem Solo im Stück «On a highway to freedom». Bilder Nadja Tratschin
34 Sängerinnen und Sänger präsentierten im Chor-Orgel-Band-Projekt Lieder wie «True Colors», den «Earth Song» und den Beatles-Klassiker «Imagine».
34 Sängerinnen und Sänger präsentierten im Chor-Orgel-Band-Projekt Lieder wie «True Colors», den «Earth Song» und den Beatles-Klassiker «Imagine».

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«Imagine» lockte 1000 Gäste in Kirche

Mit dem Chor-Orgel-Band-Projekt Imagine präsentierte sich der Cantando Chor diesmal von einer ganz neuen, anderen Seite.

Imagine all the people, living live in peace – stell dir vor, alle Völker leben in Frieden zusammen … Dieser berühmte John-Lennon-Song prägte das Konzertprogramm des Chor-Orgel- Band-Projekts und forderte auch die Vorstellungskraft des Publikums heraus. «Wir hätten uns das niemals vorstellen können, dass so viele Leute unsere Konzerte besuchen, sind aber sehr glücklich darüber», schwärmte Chorleiter Christoph Monsch. Nicht ganz vorstellbar, dass dieses Projekt so gut gelingen könnte, war es am Anfang für einige Chormitglieder. «Wir glaubten daran, dass wir es schaffen, hatten aber zu Beginn Respekt davor», verriet Sopranistin Marianne Niederberger.

Sieben Solistinnen und ein Solist

Sie zählte nebst Myrta Müller, Rikie Hegglin, Anita Mehr, Esther Camenzind, Josefina Kolberg und Erika Niederer zu den sieben Solistinnen. «Wir sind ein Laienchor, dennoch wollte ich, dass unsere Sängerinnen und Sänger die Möglichkeit hatten, ein Solo zu singen, und fragte darum ganz offen in die Runde hinein, wer alles ein Solo singen will», so Monsch. Erstaunlicherweise meldeten sich bis auf Karl Nemes nur Frauen. Unglücklicherweise erkrankte Nemes, was dazu führte, dass der Chorleiter persönlich zu einem Solo-Einsatz beim Stück «With a little help from my friends» kam. Auch Marianne Niederberger nutzte die Chance des Solo-Singens, einfach mit der Bedingung, einen deutschen Text singen zu können. Sie wählte den Song «Hiroshima». Es war eines der Stücke, das bei vielen Gästen im Publikum unter die Haut ging. Gerade dieses wohlige Schaudern war mitunter ein Grund, warum es Gitarrist Robini Märchy während der Proben zu diesem ehrgeizigen Projekt gefiel. Chorleiter Monsch ging persönlich zu Robini Märchy nach Hause und fragte ihn für die Teilnahme in der Projektband an. «Ich finde es gut, dass er in unserem Dorf auf eigene Initiative ein solch spezielles Projekt mit Chor, Orgel und Band auf die Beine gestellt hat. Darum habe ich auch Ja gesagt.»

Publikum in Bann gezogen

Gebannt lauschte das Publikum während über zwei Stunden, unterbrochen mit einer kurzen Pause, den zwanzig Songs. Fünf darunter spielte Alfred Koch auf der Kirchenorgel. Ganz speziell und gut kamen die Stücke «In my Hand, Lord» und «Scherzetto» an. Von den gesungenen Liedern wirkten vor allem «Baba yetu» und die Hymne «Steh wieder auf» sehr kraftvoll und berührend. Christoph Monsch holte aus seinem Chor bis ins Finale mit «When you believe» das Beste heraus. Mit seiner Gabe, mit Leib und Seele zu fördern und zu fordern, bewies er, dass er an all seine Sängerinnen und Sänger glaubte. Das Publikum verdankte ihm seinen grossartigen Einsatz mit dem lauten Rufen nach einer Zugabe, die dann in doppelter Form endete. Nach dem Konzert sagte Christoph Monsch zum ganzen Chor: «Ich bin sehr zufrieden. Vielen Dank dafür, dass ihr mich ausgehalten habt.»

Bote der Urschweiz (Nadja Tratschin)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.10.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/DuW3if