In der Pension Schöller spinnen alle - 1

Nachrichten

In der Pension Schöller spinnen alle

Die «Theaterlüt vo Bennau» eröffneten am Stephanstag die Theatersaison mit dem grossen Klassiker «Pension Schöller», einem mehrfach auch filmisch inszenierten Schwank.

Der Dreiakter «Pension Schöller» wurde 1889 von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby geschrieben. Die Handlung spielt in der Zeit des Biedermeier (1815–1848). Der erste Akt findet in einer blühenden Gartenwirtschaft statt. Der alte Junggeselle Florian Klauser (Rene Gisler) vom Lande möchte einmal etwas Aussergewöhnliches in einer Stadt erleben. In einer Stadt trifft er seinen Neffen Alfred Klauser (Patrick Gyr). Dieser möchte sich beruflich selbstständig machen und ist auf der Suche nach finanzieller Unterstützung. Diese will ihm Onkel Florian geben, wünscht sich jedoch von Neffe Alfred, dass dieser ihm in der Stadt einen Besuch in einer Irrenanstalt organisiert.

Pension Schöller statt Irrenanstalt

Der Neffe will dies tun, kennt aber keine Irrenanstalt. In der Not entscheidet er sich, gemeinsam mit seinem Freund Kissling (Walter Blattmann), seinen Onkel in die Pension Schöller zu begleiten. Deren Bewohner sind alle etwas komisch, jedoch nicht irr. Im zweiten Akt, in der Kulisse des mit Rosen besetzten Gartens der Pension Schöller, trifft der erwartungsvolle Besucher auf die Bewohner der Pension, die der Reihe nach erscheinen und die er alle als Insassen der Nervenheilanstalt wahrnimmt. So macht er auch die Bekanntschaft mit dem Weltenbummler Bernardy (André Kälin), der ihm von der Löwenjagd erzählt. Leopold Schöller (Pirmin Kälin) möchte gerne Schauspieler werden, lebt aber mit dem Handicap, dass er den Buchstaben L nicht aussprechen kann und diesen immer mit einem N ersetzt. Er führt Florian Klauser einige Müsterchen seines Könnens vor und spielt Ausschnitte aus «Otello » (bei Schöller «Otenno») und «Wilhelm Tell» («Winhenm Tenn»). Im dritten Akt, bei Florian Klauser zu Hause, erhält dieser nacheinander Besuch der Bewohner der Pension Schöller. Er erschrickt und glaubt, die «Irren» seien alle aus der Nervenheilanstalt ausgebrochen. Das turbulente Treiben nimmt seinen dramatischen Lauf.

Weitere Aufführungen dieses äusserst witzigen, von den «Theaterlüt vo Bennau» meisterhaft inszenierten Stücks finden an verschiedenen
Abenden bis am 9. Januar 2010 (siehe Veranstaltungskalender)
statt.

Vorverkauf/
Reservation:

Telefon
055 412 86 41
Montag bis Freitag
17.30 bis 19.00 Uhr

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

28.12.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/4WgqNr