Die Wyler Häxe nahmen sich einer heiklen Thematik an: Ist Wilen tatsächlich ein Schlafdorf?
Die Wyler Häxe nahmen sich einer heiklen Thematik an: Ist Wilen tatsächlich ein Schlafdorf?
Die Konfetti-Frauen aus Wilen trumpften am Sonntagnachmittag mit ihren fantasievollen Kostümen auf.
Die Konfetti-Frauen aus Wilen trumpften am Sonntagnachmittag mit ihren fantasievollen Kostümen auf.
Besuch von den deutschen Namensvettern: Die Wiler Hexen aus Weil am Rhein hatten am Nachtumzug sichtlich Spass.
Besuch von den deutschen Namensvettern: Die Wiler Hexen aus Weil am Rhein hatten am Nachtumzug sichtlich Spass.

Nachrichten

In Wilen ging es steil «Berg uf»

In Wilen herrschte am Wochenende ein närrisches Treiben, das es sonst im ruhigen Dorf nur selten gibt. Zum 88-Jahr-Jubiläum der Wyler Häxe fand der Höfner Bezirksumzug erstmals in Wilen statt.

Egal ob Hexen, Teufel oder sonstige bunte Gestalten, alle fanden am Wochenende den Weg in die Republik Wylen. Der Nachtumzug vom Samstag und der Umzug vom Sonntag lockten Tausende Besucher und je über 50 teilnehmende Gruppen – von Astronauten bis zu Kobolden – zur Geburtsstätte der Wyler Häxe. Sogar eine Gruppe aus Deutschland beehrte die Fasnachtsgesellschaft mit ihrem Besuch. Zum 88-jährigen Bestehen der Gruppe durfte die Fasnachtsgesellschaft Republik Wylen erstmals den Bezirksumzug in die Heimat holen.

Bergauf

Die Umzugsroute führte unter dem Motto «Berg uf» von der Eulen bis zur Schlyffistrasse und endete in der Nähe des Festgeländes beim Schulhausplatz. Der steile Aufstieg dürfte für die alten Hexen, aber vor allem für die Guggenmusiken streng gewesen sein, da diese reichlich Puste für ihre Instrumente brauchten. Unterwegs waren immerhin einige Verpflegungsstände verteilt, bei denen man sich stärken konnte. Vor allem die Wiler Bevölkerung selber nahm zahlreich am ersten Wiler Bezirksumzug teil, so waren beispielsweise der Aprés-Skiclub Wilen, die Konfetti-Frauen Wilen und nicht zuletzt auch die Wiler Schulkinder am Umzug anzutreffen. Auch hatte sich die Bevölkerung alle Mühe gegeben, die Häuser fasnächtlich aussehen zu lassen.

Närrisches Treiben trotz Regen

Das Wetter des Wochenendes liess einiges zu wünschen übrig. Regen wurde vorhergesagt und liess wohl den einen oder anderen zu Hause bleiben. Trotz der schlechten Wetterprognose und immer wieder auftretenden Regenschauern an beiden Tagen liessen es sich etliche Schaulustige aus der ganzen Umgebung nicht nehmen, dem Umzug beizuwohnen. Vor allem der Samstag liess bei den Organisatoren betreffend der Besucheranzahl nichts zu wünschen übrig.

Problemzone Bahnübergang

Vor den Umzügen wurden einige Bedenken bezüglich Bahnübergang geäussert. Da die Umzugsroute über die Barriere führte,blieb den Organisatoren nichts anderes übrig, als diese in den Umzug miteinzubeziehen. So entstanden teils Wartezeiten, die von den Umzugsteilnehmern dazu genutzt wurden, sich auszuruhen. Ein SOB-Mitarbeiter erhielt jeweils per Funk eine Nachricht, wenn ein Zug kam, und stoppte die Umzugswagen und Teilnehmer, bevor diese den Übergang betreten konnten. Dort mussten jeweils alle den Wagen verlassen, sodass sich bei der Überquerung ausser dem Fahrer niemand mehr darauf oder darin befand. Zusätzlich sorgten einige Security-Männer für die nötige Sicherheit. «Es haben sich alle vorbildlich verhalten und es gab keine Zwischenfälle beim Bahnübergang», freute sich OK-Präsidentin Petra Feusi-Kälin.



Auch von den Trotte-Müetterli bekam das Publikum viel Süsses. Die Wyler Häxe nahmen sich einer heiklen Thematik an: Ist Wilen tatsächlich ein Schlafdorf? Die Konfetti-Frauen aus Wilen trumpften am Sonntagnachmittag mit ihren fantasievollen Kostümen auf. Auch die Wiler Schulklasen zeigten sich kreativ und begeisterten die Zuschauer mit ihren Kostümen. Zu Ehren von OK-Mitglied Kari Christen, verantwortlich für die Verköstigung von rund 1000 Leuten während des Umzugs, war eigens ein Fanclub angereist. Das Schlipf Hütten Team vom Euthal genoss die Fahrt trotz nasser Strasse.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Eliane Weiss)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

01.02.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/gjBkvS