Mit einem bodenständigen Unterhaltungsprogramm begeisterte der Jodlerklub Illgau viele Freunde des Jodelgesangs. Bild Guido Bürgler
Mit einem bodenständigen Unterhaltungsprogramm begeisterte der Jodlerklub Illgau viele Freunde des Jodelgesangs. Bild Guido Bürgler

Nachrichten

Jodellieder und Naturjüüzli

Rund 850 Freunde des Jodelgesangs besuchten am Wochenende den Jodlerabig in Illgau. Schöne Jodellieder und Naturjüüzli wechselten in bunter Reihenfolge mit urchigen Tänzli und humoristischen Einlagen.

Alle zwei Jahre lädt der Jodlerklub Illgau zu einem bodenständigen Jodlerabig ein. Am letzten Samstag und Sonntag war es wieder so weit. Rund 850 Freunde des Jodelgesangs genossen in der Mehrzweckhalle Ilge ein abwechslungsreiches Programm. Aus 48 Einzelfotos hatte Alois Rickenbacher eine riesige Panoramafoto für das Bühnenbild geschaffen. Darauf zu sehen war das Dorf Illgau mit den Muotathaler Bergen im Hintergrund. So hatte das Publikum beinahe den Eindruck, dass Dirigent Paul Bürgler mit «seinem» Klub in freier Natur auftrat. Fünf Lieder gaben die Illgauer Jodler im Laufe des Abends zum Besten, darunter «Gottessäge», «Hei zue» und «Us Freud».

Urtümliche Melodienals Markenzeichen

Ein besonderes Markenzeichen des Jodlerklubs Illgau sind aber nach wie vor die traditionellen Naturjüüzli.Von diesen urtümlichen Melodien waren gleich mehrere zu hören. Mit Bravour trat an der Seite der bewährten langjährigen Jodlerinnen Lisl Ulrich und Josy Bürgler die Nachwuchsjodlerin Yvonne Bürgler erstmals an einem Jodlerabig auf.

Mit Kuh auf der Bühne

Wie in Illgau üblich, traten ergänzend zum Jodlerklub auch ein paar kleinere Jodler- und Ländlermusikformationen auf, die alle aus dem Jodlerklub und seinem Umfeld stammten. Dies waren das Ad-hoc-Ländlertrio Frauenpower, das Jodeltrio Pauli/Theres/ Yvonne, dann die jungen Zitherspielerinnen Bürgler, eine Besentanzgruppe des Jodlerklubs, das Alphornduo Hermann Bürgler/Josef Baggenstos, ein Chörli des Jodlerklubs sowie das Schwyzerörgeliduo Rainer/René mit «Mek» am Bass, welches eine schöne Mazurka von René Bürgler uraufführte. Viel Applaus ernteten auch die Sonnheim-Singers mit dem Stück «Grüezi wohl Frau Stirnimaa», rassig gespielt mit Geige, Gitarren und Bass. Eine spezielle Überraschung für den Jodlerklub und Fahrlehrer Ernst Bürgler war die Uraufführung des Ländlers «Ufbruch-Stimmig i dr Abigschattä » durch die Kapelle Gebrüder Rickenbacher. Die Komposition von Ehrenpräsident Walter Rickenbacher hat einen Aprilscherz als Hintergrund. Eindrücklich war auch der Auftritt von Jodlerpräsident Xaver Bürgler, der in einem Lied nicht nur «Diä alt Chuäh» besang, sondern diese gleich auf die Bühne mitgebracht hatte.

Auch humorvolle Kost geboten

Zur Auflockerung wurden zwischen den zahlreichen Jodel- und Musikeinlagen träfe Witze und lustige Sketches geboten. So erzählte Louis Stössel das «Totemügerli» von Franz Hohler, Toni Bürgler (Schmiedä-Toni) wurde vom Jäten im Garten erlöst, als es plötzlich zu schneien begann. Gegen Schluss des Programms wurden die Tombola-Gewinnnummern während einer humorvollen Einlage von Jägern und Holzern bekannt gegeben. Vor dem schönen Schlusslied «Hei zue» dankte Xaver Bürgler den vielen Helfern, insbesondere der Feuerwehr für das Führen der Festwirtschaft. Nach dem Samstagabend-Programm wurde zu den lüpfigen Klängen der Kapelle «Rickenbacher-Heinzer » bis tief in die Nacht gefeiert und getanzt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.10.2009

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schwyzkultur.ch/qhN2cD