Jubiläum beim Jodlerklub Illgau: Franz Betschart (links aussen) hat mit Ausnahme der Gründungsversammlung die ganze 50-jährige Vereinsgeschichte miterlebt. Bild Guido Bürgler
Jubiläum beim Jodlerklub Illgau: Franz Betschart (links aussen) hat mit Ausnahme der Gründungsversammlung die ganze 50-jährige Vereinsgeschichte miterlebt. Bild Guido Bürgler

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Jodlerklub Illgau feierte Jubiläum

Der Jodlerklub Illgau besteht seit 50 Jahren. Das Jubiläum wurde am Sonntag mit einem Festgottesdienst und einem urchigen Fest gebührend gefeiert.

1965 konnte man in Illgau ein neues Schulhaus und die erste Turnhalle in Betrieb nehmen. Die neuen Möglichkeiten, welche die Turnhalle mit integrierter Bühne bot, motivierten junge Leute, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. So wurden noch im selben Jahr zwei neue Vereine gegründet, nämlich der Katholische Turnverein Illgau (KTV) und der Jodlerklub Illgau.

Neun Gründungsmitglieder

Der Jodlerklub war am 30. Mai 1965 von neun Männern gegründet worden. Zur ersten Probe am 5. Juni erschienen vier weitere Sänger. Einer von ihnen war Franz Betschart (ds Dachdeckers Franz), der dem Jodlerklub bis heute treu geblieben ist. «Wenn im Verlaufe der Jahre das ‹VereinsSchiffli› ab und zu auch ins Wanken geriet, so steht der Klub heute in voller Frische im Leben», kann man auf der Homepage nachlesen.

Naturjüüzli als Markenzeichen

Der Jodlerklub Illgau, dessen Markenzeichen die Pflege traditioneller Naturjüüzli aus der Region ist, zählt momentan 24 Mitglieder jeden Alters. Musikalisch geleitet wird der Klub von Paul Bürgler, der erst der zweite Dirigent in der Vereinsgeschichte ist. Sein Vorgänger, Konrad Bürgler, leitete den Jodlerklub während der ersten 30 Jahre. Am letzten Sonntag wurde das 50JahrJubiläum gebührend gefeiert. Im Festgottesdienst sang der Jodlerklub mit vollen kräftigen Stimmen einige weltliche Jodellieder und gab ein paar traditionelle Naturjüüzli zum Besten. Die Lieder trugen Titel wie «E nüe Tag», «Im Alpäglüeh» oder «E heiteri Stund». Letzteres Lied wurde von Oswald Bürgler mit viel Feingefühl auf der Kirchenorgel begleitet. Für zusätzliche Abwechslung sorgten die klubeigene Ländlerkapelle und die Muulörgeligruppe. In dieser Messe gab es immer wieder Momente, die unter die Haut gingen. Auch Pfarrer Edgar Brunner kriegte – wie er sagte – «Hennenhaut». Er stellte den Gesang in den Mittelpunkt seiner tiefgründigen Predigt. So zitierte er Hildegard von Bingen («Der Gesang ist Medizin für Leib und Seele») und Martin Luther («Einmal gesungen ist wie zweimal gebetet»).

300 Personen anwesend

Nach dem schönen Schlusslied «Alpsegen » bedankten sich die Gottesdienstbesucher mit einem kräftigen Applaus, und so gab der Jodlerklub noch zwei Naturjüüzli zum Besten. Anschliessend ehrte der Jodlerklub auf dem Friedhof die verstorbenen ehemaligen Kollegen mit dem Lied «Abschied». Ab Mittag herrschte in der Festwirtschaft auf dem Sportplatz Ilge viel Betrieb. Zirka 300 Leute aus nah und fern genossen bei Ländlermusik und Jodelgesang das warme Wetter. «Petrus muss ein Jodler sein», freute sich Vereinspräsident Xaver Bürgler.

Bote der Urschweiz (Guido Bürgler)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.06.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/8TY4A9