Appenzeller Zäuerli und Muotathaler Jüüzli, das passt. Bild: Reto Betschart
Appenzeller Zäuerli und Muotathaler Jüüzli, das passt. Bild: Reto Betschart

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«Juuzen, ohne viel zu studieren»

Am «Jüüzli, Zäuerli und Tänzli Abig» auf dem Fronalpstock kamen Gemüt, Herz und Magen auf ihre Kosten.

«Ungeschliffen, ungeschminkt und untemperiert, so wurden Naturjüüzli früher im Muotathal vorgetragen», erklärte Beny Betschart von der Juuzer-Gruppe Natur pur. Es sei ein Geschenk, dass es heute noch einzelne Juuzer gäbe, die diesen Stil, oder wie es «s Lippschä Beny» ausdrückte, «juuzen, ohne viel zu studieren » noch beherrschten. Und ein Geschenk für Herz und Gemüt war auch das, was an diesem Samstagabend im Gipfelrestaurant Fronalpstock vorgetragen wurde. Nicht nur bei den vier Muotathaler Juuzern von Natur pur wurde es fast schon andächtig im Raum, auch die sechs Appenzeller der Chlausegruppe Öse Schuppel begeisterten. Wie sie mit ihren raumfüllenden Stimmen die traditionellen Zäuerlis vortrugen, war ein Genuss.


Brauch im Appenzeller Hinterland


Jeweils am 13. Januar (alter Silvester) ziehen die sechs Männer, wie es im Appenzeller Hinterland noch Brauch ist, von Hof zu Hof, wünschen das gute Neujahr an und singen natürlich dazu. Zudem gäbe es dann natürlich auch noch etwas zu trinken, «das», so einer der anwesenden Appenzeller schmunzelnd. Die Kombination von Kulinarischem und Musikalischem kam an diesem Abend auch auf dem Fronalpstock nicht zu kurz, wo sich Jodelgesang und Menügänge abwechselten.


Bote der Urschweiz / Reto Betschart

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.09.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/w6RiAX