Reich beschenkter Alt-Präsident King Guido: Aus den Händen seiner Vorstandskollegen und von seinem späteren Nachfolger Daniel Ceberg (Mitte) durfte Guido Schuler zu Beginn der GV gleich mehrere Geschenke entgegennehmen. Bild Roger Bürgler
Reich beschenkter Alt-Präsident King Guido: Aus den Händen seiner Vorstandskollegen und von seinem späteren Nachfolger Daniel Ceberg (Mitte) durfte Guido Schuler zu Beginn der GV gleich mehrere Geschenke entgegennehmen. Bild Roger Bürgler

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King Guido hat einen Nachfolger gefunden

Erst unter dem finalen Traktandum Verschiedenes wählten die Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft Rickenbach einen neuen Präsidenten. Daniel Ceberg hat die Krone von King Guido übernommen. Zumindest für eine Fasnacht.

Zehn Jahre lang amtete nebst dem Fürst vor allem King Guido im fasnächtlichen Rickenbach. Als Präsident war Guido Schuler wortgewandt, laut und auch mit viel Selbstvertrauen gesegnet. Seine Auftritte bei den umliegenden Fasnachtsgesellschaften waren so kultig wie gefürchtet, und die eigene Generalversammlung im Restaurant Magdalena war stets eine grandiose Einmannshow.

Eigenwillige GV

Letzte Fasnacht war dann fertig lustig. Aus gesundheitlichen Gründen musste Guido Schuler kürzertreten und gar auf die Fasnacht und vor allem den Rickenbächler Haupttag am Schmutzigen Donnerstag verzichten. Im September dann demissionierte er als Präsident und Maschgradenvater der Rickenbächler Fasnächtler. Der Restvorstand befand sich längst in einer Art Schockzustand, und der überraschende Abgang wurde im ganzen fasnächtlichen Schwyz bedauert. Insofern war man gespannt, wie am Freitagabend die 53. GV über die Runden gehen würde. Um es vorwegzunehmen: Die GV an sich dauerte viel zu lange. Doch sie war witzig, gepfeffert mit lustigen Einlagen und deftigen Sprüchen. Vor allem Daniel Ceberg, der sich selber und demzufolge einstimmig zum Tagespräsidenten ernannte, sorgte für Anekdoten der Marke King Guido. Der Vorstand selber machte aus derVersammlung eine Après-Ski-Party mit entsprechender Musik und kleinen Shots, die Alt-Präsident Martin Brügger nicht mal kranken Kühen verabreichen würde. Doch das Publikum amüsierte sich und genoss eine ziemlich eigenwillige GV.

«So gehen wir nicht auseinander»

Luzia Beschart als schnellste Fasnachts-Aktuarin und Tagespräsident Dani Ceberg wurden einstimmig wiedergewählt, und für den abtretenden Organisator der hochgelobten Vorstandsreisen, Roger Schuler, wurde mit Kari Föhn ein toller Fasnächtler in den Vorstand gewählt. Nur, wer wird nun Präsident und führt künftig die Rickenbächler Rott als Maschgradenvater an? Diese Frage wurde elegant umschifft und Fürst Beat Bürgler bot gar an, der verzweifelten Fasnachtsgesellschaft ein Careteam zur Verfügung zu stellen und sich gleich selber um die Nachfolgeregelung zu kümmern. So weit kam es dann aber nicht. Schuld daran war FräsiAnnen, der zuvor für das 65-Jahr-Jubiläum seines damaligen Siegs am Kinderpreisnüsseln und für 40 Jahre als Kapellenvogt geehrt wurde. Ganz zum Schluss unter dem Traktandum Verschiedenes und kurz vor der Geisterstunde meinte er zur Versammlung: «Ohne Präsidenten dürfen wir nicht auseinandergehen.» Mit einem sicher nur mittelmässig legitimen Antrag forderte Fräsi Annen die Versammlung auf, den Tagespräsidenten Dani Ceberg gleich fix ins Amt zu klatschen. Dies passierte denn auch und der Geehrte verriet, dass man eigentlich eine Nachfolge für das Jahr 2013 im Visier habe. «Also werde ich dieses Amt wohl nur ein Jahr ausüben.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

16.01.2012

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schwyzkultur.ch/LBHdr5