Alles im Lot: ein kurzer Blick zur Dirigentin von Nicolas Senn am Hackbrett.  Bild Paul A. Good
Alles im Lot: ein kurzer Blick zur Dirigentin von Nicolas Senn am Hackbrett. Bild Paul A. Good

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Klangerlebnis vom Feinsten: Die Harmoniemusik mit Nicolas Senn

Für das diesjährige Jahreskonzert am Samstagabend hatte sich die Harmoniemusik Schübelbach-Buttikon auf ein Projekt mit dem Hackbrett-Virtuosen Nicolas Senn eingelassen. Mit Erfolg.

n der voll besetzten Mehrzweckhalle begann das Konzert mit dem Marsch «Frisch und froh», komponiert vom Grossvater der Dirigentin Karin Schwitter, schwungvoll. Mit dem programmatischen Werk «Pilatus: Berg der Drachen » hat der Komponist Steven Reineke die Drachensagen des Luzerner Hausberges musikalisch verarbeitet, Freude, Ränkespiel und Mystik, all das war in diesem klanglich sehr farbigen Arrangement reichlich vorhanden,aufregend und dynamisch ausgewogen gespielt. Albert Benz’ «Ländler für Blasorchester » ist ein Klassiker und passte ausgezeichnet ins Programmgefüge. Anschliessend kam Nicolas Senn ins Spiel, und dies wortwörtlich, zuerst erlebten die Zuhörer das gelungene Zusammenspiel mit dem Orchester, und zwar mit dem Stück «Appezöller Potpurri», anschliessend kamen sie in den Genuss eines ersten Soloparts des Hackbrettvirtuosen. Beendet wurde der erste Konzertteil wieder gemeinsam mit «Czardas», einer feurigen Komposition von Vittorio Monti.

Allen Ansprüchen gerecht

Der zweite Teil begann mit dem traditionellen Stück «S’isch äbe e Mönsch uf Ärde», in welchem die Oboistin mit einem wunderschön und weich gespielten Solo auf sich aufmerksam machte. In «Tenorhornklänge» brillierten Norbert Lehmann und Giuseppe Spanò mit einem Solo, diese Polka ist wegen der relativ hohen Tonlage in der ersten Stimme anspruchsvoll, aber die beiden Solisten wurden allen Ansprüchen gerecht. Dann war wieder Nicolas Senn an der Reihe, zusammen mit dem Orchester kamen die Zuhörer in den Genuss des Klassikers «Erinnerungen an Zirkus Renz», eigentlich ein Paradestück für das Xylofon, an diesem Abend aber auf dem Hackbrett gespielt.

Nach dem zweiten Solopart von Nicolas Senn beendeten die Harmoniemusik Schübelbach-Buttikon und Senn den offiziellen Teil mit dem Grand-Prix-Siegertitel «Feuer und Flamme». Dass die Zuhörer unter tosendem Applaus weitere Zugaben forderten, war aufgrund des Gebotenen nur verständlich, und sie erhielten die Zugaben in reichem Masse.

Höfner Volksblatt (Paul A. Good)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.05.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/YhUdNw