Michael Imhof, Wirt im bekannten Ländlerlokal Fluhhof, führt das Werk weiter, das seine Eltern 1976 begonnen haben. Bild: Guido Bürgler
Michael Imhof, Wirt im bekannten Ländlerlokal Fluhhof, führt das Werk weiter, das seine Eltern 1976 begonnen haben. Bild: Guido Bürgler

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Ländlerlokal Fluhhof – «Tänzig» ist die über 1200.Kapelle

Das Restaurant Fluhhof ist seit 40 Jahren ein beliebter Treffpunkt der Volksmusikfreunde. Rund 1200 Kapellen traten  bisher auf.

Heute Abend musiziert das junge und ambitionierte Ländlertrio Tänzig aus Illgau/ Bürglen zum ersten Mal im landesweit bekannten Restaurant Fluhhof in Ried- Muotathal. Es klingt fast unglaublich, aberWirt Michael Imhof hats bestätigt: Es ist die über 1200. Ländlerkapelle, die während der letzten 40 Jahre engagiert wurde und nun im heimeligen Restaurant aufspielen wird. Dieses enorme Engagement der Wirtsleute ist denn auch recht aussergewöhnlich in der ganzen Ländlermusik-Szene. Nur wenige Lokale bieten schon so lange – oder noch länger – regelmässig Ländlermusik an. Armin Imhof (1951–1995) und seine Frau Margrit erwarben 1976 das Restaurant Fluhhof. Armin spielte damals in der bekannten Ländlerkapelle Echo vom Klingenstock Handorgel. Die weiteren Kapellen-Mitglieder waren Richi Lüönd (Handorgel), Hermann Hediger (Klavier) sowie Beny Ziegler (Bass). Aber nicht nur die Hauskapelle musizierte oft im heimeligen Restaurant, sondern immer mehr Ländlerformationen aus der ganzen Deutschschweiz traten hier auf. Am 26. Dezember 2016 sind es nun schon 40 Jahre her, seitdem im «Fluhhof» regelmässig Ländlermusik erklingt.

Von Dezember bis Ostern ist regelmässig Musik

In den ersten Jahren wurde jeden Samstag volkstümliche Musik angeboten, seit über 20 Jahren ist jeweils von Dezember bis Ostern jeden Samstagabend Musik. «Dieses Konzept hat sich bewährt», sagt Michael Imhof. Er hat die Führung des Ländlerlokals nach dem allzu frühen Tod seines Vaters Armin im Jahr 1995 übernommen. Da Michael lieber etwas im Hintergrund arbeitet, werden die Kapellen seit etlichen Jahren von Ländlermusikant Louis Bürgler engagiert, der direkt neben dem «Fluhhof» aufgewachsen ist. Es wird darauf geachtet, dass das Programm abwechslungsreich gestaltet ist. «So ist bei uns von kugelrunder bis konzertanter Musik denn auch alles zu hören», sagt Michael Imhof. Er erinnert sich noch gut, dass zum Beispiel Altmeister Hans Aregger mit seiner Kapelle jeweils Fans aus der ganzen Schweizanzulocken vermochte. Andrerseits diente der «Fluhhof» schon immerJungformationen als Plattform, um sich einem breiterenPublikum präsentieren zu können. Ein beliebter Treffpunkt ist auch die «Fluhhof»-Stubätä, die von September bis Mai jeweils am dritten Sonntag im Monat stattfindet. «An der Musikschul-Stubätä im Februar und am Muotitaler Ländlersunntig Ende Dezember haben wir immer volles Haus», freut sich Michael Imhof.

Ländlerszene ist ständig «im Fluss»

Bei den samstäglichen Konzerten gehe die Besucherzahl seit Jahren etwas rauf und runter, sagt er. Die Ländlerszene sei halt ständig im Fluss. Der Wirt blickt aber zuversichtlich in die Zukunft und möchte dank tatkräftiger Unterstützung seiner Frau Beatrice und des«Fluhhof»- eams auch weiterhin gute, urchige Ländlermusik anbieten. So dürften zu den zirka 1200 Ländlerformationen, die bisher im «Fluhhof» auftraten, noch etliche weitere dazukommen. Dass die Muotathaler es schätzen, dass in ihrer Gemeinde ein so bekanntes Ländlerlokal steht, beweisen zwei Eigenkompositionen von Franz Schmidig junior (Treffpunkt Fluhhof) sowie Robert Suter (A’dr Fluhhof-Stubete).

Bote der Urschweiz (Guido Bürgler)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.02.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/9DKYQg