Damian Stocker (Bild Martin Müller)
Damian Stocker (Bild Martin Müller)

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«Lokale Kultur und Dorfleben fördern»

Die Kulturkommission Feusisberg lädt am Samstagvormittag zur «Tour de Puur». Kommissionspräsident Damian Stocker hofft, dass möglichst viele Leute an dieser Wanderung von Hof zu Hof teilnehmen.

Mit Damian Stocker sprach Martin Müller

Martin Müller:Im Flyer der «Tour de Puur» stellen Sie die Frage «Kommt die Milch wirklich aus dem Tetrapack?». Haben sich die Höfner so weit von der Scholle entfernt?

Damian Stocker:(lacht) Nein, natürlich nicht. Aber gleichzeitig bin ich mir nicht sicher, ob alle Leute aus den Höfen schon einmal in einem Kuhstall gestanden haben. All diesen möchten wir mit der «Tour de Puur» die Möglichkeit geben, dass sie einmal einen oder in diesem Fall gleich mehrere Landwirtschaftsbetriebe besichtigen können.

Wie ist die Idee zur «Tour de Puur» entstanden?

Die Kulturkommission hat den Auftrag, die lokale Kultur zu fördern. Und dazu gehört unserer Meinung nach auch die «Ess- und Trinkkultur». Weil die Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, wollten wir dies mit einer kulinarischen Reise tun. Wenn wir die Leute dazu bringen, dass sie wieder vermehrt lokal einkaufen, würde uns dies – nicht nur aus ökologischer Sicht – sehr freuen.

Sind Sie bei allen Landwirtschaftsbetrieben sofort auf offene Ohren gestossen?

Teils, teils. Jene, die mitmachen, waren sofort Feuer und Flamme.Von anderen Betrieben, die wir angeschrieben haben, erhielten wir hingegen keine Antwort.Das war sehr unterschiedlich. Trotzdem ist es Ihnen gelungen, eine Route zusammenzustellen. Ja, allerdings konnten wir wegen der Routenwahl, die möglichst sinnvoll sein sollte, nicht alle Bauernhöfe berücksichtigen.

Was erwartet die Teilnehmer der «Tour de Puur»?

Eine schöne Wanderung in einer schönen Umgebung bei hoffentlich schönem Wetter. Dazu gibt es die Möglichkeit, einen Einblick in ein vielleicht weniger bekanntes Gewerbe zu erhalten und lokale Produkte zu probieren. Unter anderem werden Hamburger, Bratwürste, Kartoffelsalat, Milchkaffee und Zwetschgenkuchen angeboten.

Wer darf an der «Tour de Puur» teilnehmen?

Jedermann ist herzlich willkommen – auch Leute, die nicht in der Gemeinde Feusisberg wohnen. Wir freuen uns über jeden Teilnehmer.

Welches sind die Highlights?

Das kommt auf die jeweiligen Präferenzen an. Für die einen wird die abschliessende Kutschenfahrt das Highlight sein, für andere vielleicht das gemeinsame Most-Pressen, der Wettbewerb oder der Zwetschgen-Luz. (schmunzelt) Es gibt für alle etwas.

Welcher Preis winkt dem Wettbewerbssieger?

Der Gewinner erhält einen Gutschein, mit welchem er ein Jahr lang auf einem der teilnehmenden Betriebe gratis Milch beziehen kann.

Was erhoffen Sie sich von diesem Anlass?

Neben der Förderung der lokalen Kultur ist auch die Förderung des Dorflebens eine Aufgabe der Kulturkommission. Wenn man nun zusammen in geführten Gruppen in unserer Gemeinde unterwegs ist, kann man sicher auch das eine oder andere gute Gespräch führen. Womit auch das Zusammenleben in unserer Gemeinde gefördert wäre. Tour de Puur: Samstag, in drei geführten Gruppen um 9 Uhr, 9.30 Uhr und 10 Uhr, Start beim Gemeindehaus Feusisberg. Damian Stocker Bild Martin Müller

Tour de Puur: Samstag, in drei geführten Gruppen um 9 Uhr, 9.30 Uhr und 10 Uhr, Start beim Gemeindehaus Feusisberg.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Martin Müller)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

18.09.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/2MSSt5