Ruedi Reichmuth, Vertreter der Bauherrschaft, zeigt im Bereich des ehemaligen Stammtisches auf ein Lukenfenster aus der Entstehungszeit. Bild: Franz Steinegger
Ruedi Reichmuth, Vertreter der Bauherrschaft, zeigt im Bereich des ehemaligen Stammtisches auf ein Lukenfenster aus der Entstehungszeit. Bild: Franz Steinegger

Nachrichten

«Magdalena» ist im Kern 700 Jahre alt

Die Untersuchung des ehemaligen Restaurants Magdalena
förderte eine grosse Überraschung zutage. Das Haus ist 700 Jahre alt.

Die Bäume, aus denen der Kernbau der «Magdalena» erstellt wurde, wurden 1325 und 1326 gefällt. Das ergaben einerseits die dendrochronologischen Untersuchungen. Andererseits deuten auch alle anderen Merkmale auf dieses biblische Alter hin: Verpfropfungen gegen böse Geister, die Art des Holzes, die Breite und Bearbeitung der Balken weisen auf einen mittelalterlichen Bau hin. Demnach können die alte Gaststube um den Stammtisch und das Obergeschoss gegen die Kapelle hin bis zur Traufhöhe dem Jahrzehnt nach Morgarten zugeordnet werden. Das Gebäude hat damit grosse Ähnlichkeit mit dem kürzlich in Ibach gefundenen ebenso alten Haus «Hüendermatt». Zählzeichen auf den Balken legen den Schluss nahe, dass der Blockbau kurz nach 1600 an seinen heutigen Standort versetzt worden ist. Ein grosser Umbau erfolgte im 19. Jahrhundert, ein Anbau im 20. Jahrhundert. Auf der Liegenschaft ist eine Wohnüberbauung mit Restaurant geplant. Denkmalpflege und Bauherrschaft suchen nach Wegen, wie der historische Bau sinnvoll ins neue Restaurant integriert werden kann.

Bote der Urschweiz (Franz Steinegger)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

25.04.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/1prFk2