Konzertpremiere für den Dirigenten der Musikgesellschaft Steinerberg, Fredy Inderbitzin. Bilder Patrick Kenel
Konzertpremiere für den Dirigenten der Musikgesellschaft Steinerberg, Fredy Inderbitzin. Bilder Patrick Kenel
Bauer Walter Näpflin möchte seine drei Schwestern Trix (mit Besen), Klara und Ida loswerden.
Bauer Walter Näpflin möchte seine drei Schwestern Trix (mit Besen), Klara und Ida loswerden.

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Mit Besen um die Wette fliegen

An zwei Wochenenden bietet die Musikgesellschaft Steinerberg ein Konzert- und Theaterprogramm, diesmal mit dem Schwank «D’Bääsehäx».

Den Auftakt machte traditionell die Blasmusik. Sechs Stücke nach Ansage und eine Zugabe spielten die 25 Musikantinnen und Musikanten, die von einem neuen Dirigenten angeführt wurden. Nach einem Aufruf wurde man bei Fredy Inderbitzin fündig. Er war von 1971 bis 1991 Orchestermitglied. Frisch pensioniert kehrte er zur Musikgesellschaft zurück. Die neue Direktion sei ein Glücksfall und sichere den Fortbestand des Vereins, der mit Konzertund Theaterabenden ein grosses Publikum anzieht, freute sich Präsident Reto Auf der Maur.

Lustspiel in drei Akten

Vor einer bäuerlichen Kulisse ging es nach einer ersten Pause weiter. Im Schwank von Hans Wälti ist Trix (Carmen Lindauer) eine von drei ledigen Schwestern, die mit ihrem ebenfalls unverheirateten Bruder Walter Näpflin (Gregor Annen) in einem schönen Bauernhaus leben. Sie ist in Knecht Gusti (Markus Styger) verliebt, der die «Bääsehäx » erst heiraten will, wenn sie auf einem Besen fliegen kann. Mit der Ankunft dreier Touristen und eines Bergführers kommt auf dem Hof vieles in Gang, und eine Pointe nach der anderen brachte das zahlreich erschienene Premierenpublikum zum Lachen. Im Schnapsrausch fragt Gusti einmal seinen Meister: «Soll ich heute den Muni ausnahmsweise auch melken?»

Dem Meister voraus

Zumindest in Sachen Nachwuchs hat der nichtsnutzige Knecht dem Bauern aber etwas voraus. Wie wohl in jedem Schwank wachsen den Zuschauern die stark überzeichneten Figuren ans Herz. Manche finden auch in diesem Stück ihr Liebesglück. Für eine besondere Prise Erheiterung sorgte Regisseur Bruno Suter gegen Ende der gelungenen Aufführung mit einer Anspielung auf die befreundete Theatergruppe Affoltern – und die «Bääsehäx» überraschte mit einem Flugversuch.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.03.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/BHMm8F