«Die Märchler Landschaft hat mich wieder heim gezogen, es ist einfach zu schön hier», erklärt Edgar Schmid. Bild Irene Lustenberger
«Die Märchler Landschaft hat mich wieder heim gezogen, es ist einfach zu schön hier», erklärt Edgar Schmid. Bild Irene Lustenberger

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«Mit Michael Bublé auf Tournee zu gehen, wäre sicher interessant»

Edgar Schmid ist seit Anfang Jahr musikalischer Leiter der Swiss Army Big Band. Dies ist nur eines von vielen Engagements des Siebners. Wie er zur Musik gekommen ist und was er sich zu seinem 50. wünscht, erzählt er im Interview.

Mit Edgar Schmid sprach Irene Lustenberger

Sie sind seit Anfang Jahr musikalischer Leiter der Swiss Army Big Band. Daneben leiten Sie die Roof Groove Big Band, die BOS Big Band und das Orchester des Circus «Salto Natale». Daneben spielen Sie in der Pepe-Lienhard-Band mit und unterrichten Posaune. Langeweile scheint für Sie ein Fremdwort zu sein ...

Ja, das stimmt (lacht). Ich habe zwar gedacht, dass es etwas ruhiger wird, weil jetzt im Frühjahr eine sechswöchige Tournee mit Udo Jürgens auf dem Programm stand. Diese findet nun ja leider nicht statt. Auf Tournee muss man sich nebst der Musik um fast nichts kümmern, und wir sind ein eingespieltes Orchester.

Deshalb haben wir jeweils relativ viel freie Zeit. Haben Sie überhaupt mal Freizeit geschweige denn Ferien?

Ende Februar war ich mit meiner Frau eine Woche in Ägypten. Davor haben wir seit den Sommerferien durchgearbeitet.

Wie ist es zum Engagement bei der Swiss Army Big Band gekommen?

Das ist gar nicht so kompliziert wie man sich das vorstellt. Johannes Walter, mein Vorgänger bei der Big Band, hat aus familiären und zeitlichen Gründen aufgehört. Unter anderem fiel mein Name als Nachfolger, und weil ich dem Anforderungsprofil – Bezug zur Blasmusik vorhanden, Militär auch im Spiel absolviert usw. – entsprochen habe, hat man mich kontaktiert. Danach hatte ich eine Sitzung mit den Verantwortlichen, wo mir der Aufgabenkatalog präsentiert und natürlich auch über den Lohn gesprochen wurde. Ich habe mir das dann überlegt und kurz darauf zugesagt. Der Vertrag wurde auf ein Jahr festgelegt.

Wie oft treten Sie mit der Swiss Army Big Band auf?

Wir haben im Mai und im August je zwei Konzerte und im November eines, jeweils mit vorhergehenden Proben.

Das heisst, ihr probt nicht regelmässig?

Nein, die Band kommt zwei bis vier Tage vor dem Konzert zusammen und probt. Ich will ausprobieren, was ich mit der Band machen kann und hatte im Januar die erste Kennenlernprobe. Im April treffen wir uns nochmals zweimal zwei Tage, an einem Tag gibt es einen Workshop.

Die verschiedenen Engagements aneinander vorbei zu bringen, verlangt aber ein hohes Mass an Organisation.

Ja,das stimmt. Ich habe Glück,dass dieses Jahr alles aneinander vorbei geht.

Und wenn sich doch mal Konzerttermine überkreuzen?

Dann ist es normalerweise so, dass man dort spielt, wo man zuerst zugesagt hat. Egal, wie lukrativ der andere Auftritt wäre. Ansonsten schafft man sich einen schlechten Ruf.

Sind Sie nun voll ausgelastet oder haben Sie noch etwas im Köcher?

Nein, es reicht. Vor allem bei der Swiss Army Big Band gibt es viel zu tun. Ich muss mir das Programm gut überlegen, weil ich einerseits die Musiker fordern will und andererseits das Publikum berücksichtigen muss. Dieses will unter anderem Glenn Miller hören, aber die Musiker spielen nicht gerne den ganzen Abend Stücke derselben Stilrichtung. Es ist immer ein Abwägen,wie viel moderne Big-Band-Literatur man nimmt und wie viel traditionelle. Und auch bei der Roof Groove Big Band bleibt das Organisatorische an meinem Bruder Armin, der Leiter der Musikschule Region Obermarch ist, und mir hängen.

Die Roof Groove Big Band wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Ist etwas Spezielles geplant?

Weil die Jugendlichen stark beschäftigt sind, ist es immer schwierig, etwas Grösseres zu planen. Momentan versuche ich, aus Aufnahmen der vergangenen Jahre eine Live-CD zusammenzustellen. Studioaufnahmen sind zu teuer und zu aufwendig. Ausserdem führen wir im Mai einen Workshop durch, und anschliessend gibt es drei Konzerte. Als Solist konnten wir Jörg Sandmeier verpflichten.

Sie sind seit mehr als 20 Jahren Musiker beim Orchester von Pepe Lienhard. Wie kam es dazu?

Als ich die RS gemacht habe, kam Pepe Lienhard vorbei und hat eine Woche lang mit uns geprobt. Ich war einer der Wenigen, der schon ein wenig Jazz spielen konnte und habe ihn gefragt, wohin ich gehen soll, um Jazz zu studieren. Pepes damaliger Posaunist hat in Köln studiert und mir diese Schule empfohlen.

Wie haben s

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.04.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/bZ5Wpd