Die Feldmusik Gross überzeugte das Publikum. Bild Franz Kälin
Die Feldmusik Gross überzeugte das Publikum. Bild Franz Kälin

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Musikalisch um die ganze Welt

Bestens gelungenes Jahreskonzert der Feldmusik Gross: Eine bunte, aber trotzdem harmonische und ausgezeichnet vorgetragene musikalische Weltreise wartete auf das Publikum. Die grosse Fangemeinde bedankte sich mit tosendem Applaus.

Die Mehrzweckhalle im Schulhaus Gross war am Samstagabend fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Für Dirigent Sebastian Rauchenstein und seine Musikanten war dies sicher eine zusätzliche Motivation. Die Feldmusik Gross hat ihre Weltreise dank der passenden Stückwahl der Vereinspräsidentin musikalisch aussagekräftig, schwungvoll und begeisternd rübergebracht. Das Publikum forderte schon während dem Konzert immer wieder Zugaben.

Über China nach England

Mit dem «Deutschmeister Regimentsmarsch» startete die musikalische Reise in Deutschland zackig und schwungvoll. Die nächste Station war Russland. In «from Russia with Love» bekam der Konzertbesucher die Weite des Landes, die transsibirische Eisenbahn und ausgelassene Volksfeste suggeriert. Als nächstes wartete die «chinese Folk Fantasy»: Perkussion und Schlagzeug waren die dominierenden Instrumente. Dieses Musikstück ist ein ausgezeichneter Botschafter der chinesischen Kultur. Von China ging die musikalische Weltreise weiter nach Burma. Bekannter als das Land selbst ist die legendäre Filmmelodie «die Brücke am Kwai». Alle haben diese Melodie schon gesungen, gepfiffen, oder zumindest gehört  Frölein, händ Sie mis Hündli gseh  Als das Stück gespielt wurde, waren es vor allem ältere Zuhörer, die vor ihrem geistigen Auge die Szene im Film sahen. Zum Abschluss des ersten Musikblockes ging die Reise nach England mit dem «Crocodile Rock» von Elton John. Dieses Stück bringt das England der 70er- und 80er-Jahre und dessen Lebensphilosophie ausgezeichnet rüber.

Über Südamerika nach Hause

Nach der Pause, in der auch die Lose für die grosszügige Tombola an die Frau und den Mann gebracht wurden, ging die musikalische Reise weiter nach Nordamerika: «We are the world» von Lionel Richie und Michael Jackson dokumentieren «das Amerikanische» wohl am besten. Eine musikalische Weltreise ohne Brasilien wäre wie ein Winzerfest ohne Wein. Mit «South of the Rio» wurden die brasilianische Lebenslust, Samba-Rhythmus und Freizü gigkeit musikalisch zelebriert. Mit «Mambo Nr. 5», der noch einmal so richtig fegte und rockte, führte die Reise nach Mittelamerika. «Surfin' FM», gab den musikalischen Startschuss zum Rückflug in die Schweiz, wo das Konzertpublikum mit «Swiss Mountain Song» von Gilbert Tinner mit einem weiteren Highlight verwöhnt wurde. Dass nach der instrumentalen Version das Volkslied vom ganzen Musikcorps auch noch perfekt gesungen vorgetragen wurde, war ganz grosse Klasse. Spontan ist man versucht zu sagen, willkommen im Kreise der Chöre! Abgeschlossen wurde die musikalische Weltreise mit einem typisch schweizerischen, rassigen Marsch. Das Jahreskonzert war in jeder Beziehung eindrücklich. Jedes Stück war ausgezeichnet gespielt und vorgetragen. Alle waren sie Spitze, der Dirigent Sebastian Rauchenstein, das ganze Musikcorps, die Jungmusikanten und die Präsidentin Monika Schönbächler. Auch der Frauenverein Gross, der Service, das Essen und Trinken waren perfekt. Das Publikum wird sicher wieder kommen, denn solche Musikgenüsse lässt es sich auch in Zukunft nicht entgehen.

Einsiedler Anzeiger (ZS)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.11.2015

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schwyzkultur.ch/QfdiSy