Scheuer Gast: (von links) Bruder Karl (Pius Reichmuth) bemustert Moritz Meise (Andy Holdener), der im Krippenspiel den Josef spielen möchte. Klosterhaushälterin Rosa Schramm (Priska Reichmuth) lauscht gespannt. Bild Christoph Jud
Scheuer Gast: (von links) Bruder Karl (Pius Reichmuth) bemustert Moritz Meise (Andy Holdener), der im Krippenspiel den Josef spielen möchte. Klosterhaushälterin Rosa Schramm (Priska Reichmuth) lauscht gespannt. Bild Christoph Jud

Nachrichten

Nachwuchs belebt das Männerkloster

Seit dem Stephanstag spielt die Theatergesellschaft Oberiberg den Schwank «s’chlösterliche Windelchind». Zwei Stunden lang werden die Lachmuskeln der Zuschauenden strapaziert.

Geschichten um Klosterinsassen – seien es Nonnen oder Patres – sind bei Komödien auf der Bühne gerne gesehen. Die bekannten Personen aus dem Alltag einmal in züchtiger Kutte und vielleicht fast unglaubwürdig fromm zu erleben – das sorgt für Gelächter. Im aktuellen Theaterstück der Theatergesellschaft Oberiberg – der Dreiakter-Komödie «s’chlösterliche Windelchind» von Jochen Wiltschko – werden vier Mönche in einem Kloster arg geprüft. Prior Athanasius (Roli Ott), Bruder Karl (Pius Reichmuth), Bruder Linus (Fridel Marty) und Bruder Justin (Thomas Oberholzer) kommen kaum noch zum Beten. Bei den Vorbereitungen zum Weihnachtsfest liegt unverhofft anstelle des hölzernen Jesuskindes ein leibhaftiger Schreihals in der Krippe. Die vier Mönche – die nun Väter wider Willen sind – geraten ausser sich und wissen nicht, wie man(n) mit so einem Geschöpf umgeht. Doch das eine «Unheil» ist noch nicht genug. Zwei Frauen – die von ihrem Verlobten verlassene Anna Wunder (Barbara Hehl) und die Landstreicherin Stefanie (Silvia Bisig) – suchen unabhängig voneinander Hilfe im Kloster. Das führt zu Meinungsverschiedenheiten unter den Mönchen. Die einen sind weltoffen und bereit, den Frauen vorübergehend eine Unterkunft im reinen Männerkonvent anzubieten, die andern sind über diesen Gedanken gar nicht erfreut.

Frauenzoff im Männerkloster

Als Prior Athanasius Anna Wunder für das Spiel der Weihnachtsgeschichte die Rolle der Maria verspricht, erklärt ihm die resolute Klosterhaushälterin Rosa Schramm (Priska Reichmuth) den Krieg. Sie besetzt seit Jahren die Rolle der Maria. Da taucht der schüchterne Mann Moritz Meise (Andy Holdener) auf. Er ist bereit, die Rolle des Josef zu spielen. Doch Anna, die neu die Maria spielen soll, ist seine Exverlobte. Sie denkt nicht daran, mit ihrem «Ex» das Paar Maria und Josef zu spielen. Unter der Regie von Silvia Bisig schaffen es die Theaterleute von Oberiberg, den Zuschauenden zwei vergnügliche, unbeschwerte Stunden zu bereiten.

Weitere Aufführungen:

Sa, 29. Dezember
So, 30. Dezember
Mi, 2. Januar
Fr, 4. Januar
Sa, 5. Januar
Fr, 11. Januar
Sa, 12. Januar (Derniere)

jeweils 20.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Moos in Oberiberg

Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

29.12.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/qMMd3E