Sorgen bereitet dem Kirchenchor Egg die Orgel. Archivbild SKP / Franz Kälin
Sorgen bereitet dem Kirchenchor Egg die Orgel. Archivbild SKP / Franz Kälin

Nachrichten

Orgel bereitet dem Kirchenchor Sorgen

Nach der traditionellen Vesper am Meinradstag in der Meinradskapelle fand die 88. Generalversammlung des Kirchenchores Egg statt.

Traditionell am Samstag in der Meinradsoktav besuchen die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores Egg um 9 Uhr die heilige Messe in der Etzelkapelle. Danach begeben sie sich ins Restaurant St. Meinrad. Im Saal sind für die Versammlung die Tische zurecht gerückt. Auch Pfarrer Pater Gerhard Stoll konnte sich frei machen für diesen Anlass. Als alle etwas zu trinken vor sich haben, eröffnet der Präsident Franz Lacher die Versammlung.

Rücktritt

Zwei Mitglieder mussten sich entschuldigen lassen und Rosmarie Brandenberg antwortete auf die Einladung mit dem Rücktrittsschreiben. Der Präsident bedauert dies sehr und auch die Mitsänger finden es sehr schade, aber begreifen ihren Entscheid. Franz Lacher wünscht ihr noch viele gute, gesunde Jahre. Schon sind die ersten zwei Traktanden erledigt. Ottilia Schnyder, die Aktuarin, liest das Protokoll der letzten GV. Es ist immer wieder interessant, Rückschau zu halten und zu hören, was vor zwei Jahren passiert ist. Mit einem kräftigen Applaus wird ihr gut abgefasstes Protokoll verdankt. Schon ist die Kassierin an der Reihe, Aufschluss über den Kassenstand zu geben. Spontane Spenden, die Beiträge von Kirchgemeinde, Bezirk, der Genossame Egg und das Opfer an Allerheiligen sind die Grundstützen dieser Kasse. Damit kann der Chor die laufenden Ausgaben berappen, aber den Mitgliedern auch fast alljährlich als «Dankeschön» einen grösseren oder kleineren Ausflug ermöglichen. Erika Kälin ist eine versierte Kassierin, die laut Rechnungsprüfer ihre Kasse exakt und sauber führt. Einstimmig und mit Applaus wird auf dessen Empfehlung die Rechnung genehmigt.

Für weiten Weg belohnt

Franz Lachers Jahresbericht erwähnt zuerst die Enttäuschung vieler am letztjährigen Meinradstag, als nachmittags in der Kapelle weder die übliche Vesper noch eine Andacht stattfand. Da es nicht möglich war, einen Chordirigenten zu finden, probten zehn der Ver einsmitglieder mit dem Singkreis St. Cäcilia in Einsiedeln. Das ergab für beide Vereine eine gute Lösung. Das erste Halbjahr probte der Chor mit Rita Kälin, ab August übernahm Fabian Bucher den Dirigentenstab. So konnten in Egg und Einsiedeln die Feste mit feierlichen Gesängen verschönert werden. Erika Kälin verdankt dem Präsidenten seinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Für fleissigen Probenbesuch erhalten alle zehn nach Einsiedeln zur Probe fahrenden Mitglieder einen Biberfladen. Diese sind bereit, weiterhin den Weg auf sich zu nehmen, um auch künftig die Festgottesdienste mit ihrem Gesang, zusammen mit dem Singkreis St. Cäcilia, Einsiedeln, verschönern zu können.

Gebet

Dieses Jahr müssen unter dem Traktandum Wahlen der Präsident Franz Lacher und die Beisitzerin Olga Lacher für eine weitere Amtsdauer bestätigt werden. Beide stellen sich weiterhin zur Verfügung. Dies wird von den Versammelten mit grossem Applaus verdankt. Anfang April mussten die Egger Abschied von Kari Kälin-Birchler nehmen, der am 30. März verstorben war. Franz Lacher erinnert uns daran, welch fröhlicher Mensch Kari gewesen ist. 51 Jahre hatte er im Kirchenchor mitgesungen. Als seine Sehkräfte nachliessen, musste er den Austritt geben. Aber noch einige Jahre sang er unten im Kirchenschiff mit. Man wusste, ohne dass man ihn sah, dass Kari da war. Mit einem Gebet gedenken seine einstigen Mitsänger des Verstorbenen.

Neue Orgel?

Am Schluss der Versammlung kommt auch noch Pater Gerhard zu Wort. Die Orgel bereitet ihm Sorgen. Sie ist so altersschwach, dass man nie weiss, wann ein Register ausfällt. Alle paar Monate reparieren, rentiert auch nicht. Was macht man da? Eine neue Orgel kostet etwa 500'000 Franken, und ein Festgottesdienst ohne Orgel, nicht auszudenken! Für den Chor aber hat Pater Gerhard lobende und dankende Worte. Die Stimmung sei gut, die Stimmen anregend, nicht aufregend. Der Chor müsse, nebst den besonderen Gottesdiensten, den Gesang der Gemeinde anleiten, müsse verbindendes Element im Gottesdienst sein. Es würde etwas fehlen, wenn es den Kirchengesang nicht gäbe! Mit einem herzlichen

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

29.01.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/jUekiU