Das Jahreskonzert der Feldmusik Gross zog die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann. Bild Franz Kälin
Das Jahreskonzert der Feldmusik Gross zog die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann. Bild Franz Kälin

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Programm wusste zu begeistern

Motivierte Musikanten, ein junger Dirigent und ein abwechslungsreiches Programm wussten die Leute im vollbesetzten Saal zu begeistern.

Schon das Konzertprogramm mit dem Grosser Wappen und der Flagge der Vereinigten Staaten kündigte an, dass am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Gross Musik aus der amerikanischen Musikwelt zu hören war. Um 1850 reisten ja bekanntlich drei Steinauer Brüder nach Nebraska aus. Am Samstagabend wurde das ausreisefreudige Ehepaar Steinauer von Jasmin Lienert und René Birchler gespielt. Mit ihren gelungenen Einlagen kündigten sie jeweils den Titel des nächsten Musikstückes an.

Reisefreudiges Paar

Da die Reise im Gross begann und das Ehepaar Steinauer zuerst packen musste, wurde zur Eröffnung des Konzerts die Polka «Zur Linde» vom einheimischen Komponisten Bruno Kälin aufgeführt. Dann war die Präsidentin Monika Schönbächler an der Reihe. Sehr erfreut über den voll besetzten Saal konnte sie die Besucherinnen und Besucher, Frei- und Ehrenmitglieder, die Fahnengotte und die vielen Delegationen aus nah und fern begrüssen.

Lange Schiffsreise

Passend zur langen Überfahrt mit dem Schiff spielten die Musikantinnen und Musikanten den typischen Sousa Marsch «El Capitan». Nach langer Schiffsreise legte man in New Yorker Hafen an und begrüsste musikalisch die Amerikaner mit dem passenden Titel «Hello New York», einem Marsch vom bekannten holländischen Komponisten Harm Evers. Dem Ehepaar Steinauer schien es aber in der Grossstadt nicht richtig zu gefallen. Mit Cowboyhut auf dem Kopf ging es auf nach Nebraska. Begleitet wurden die Steinauers musikalisch mit der Filmmelodie «Der mit dem Wolf tanzt». Die Musikantinnen und Musikanten musizierten unter ihrem jungen Dirigenten Sebastian Rauchenstein sehr differenziert. Die dynamischen Vorgaben wurden gut befolgt. Das letzte Stück vor der Pause hiess «Dixieland Selection Nr. 2». Nebst dem Dixieland-Teil war der Zwischenteil im Swing Rhythmus geschrieben. Die stilistischen Unterschiede waren sehr gut herausgearbeitet. Entsprechend belohnten die aufmerksamen Zuhörer die Feldmusik Gross mit langanhaltendem Applaus.

Nachwuchsmusikanten

Nach der verdienten Pause kamen als erstes die Nachwuchsmusikanten von Gross zum Einsatz. Praktisch alle sind schon im Aspirantenspiel oder der Jugendmusik Einsiedeln aktiv dabei. Am Samstagabend konnten sie vor heimischem Publikum das Stück «Funky Town» zum Besten geben. Begeistert verlangte das Publikum eine Wiederholung. Jetzt war etwas hoch stehendere Blasmusik angesagt. Mit dem Stück «Chicago Festival», einer Ouvertüre von Markus Götz, wagten sich die Grosser Musikanten an ein klassiertes Werk aus der dritten Stärkeklasse vom Schweizerischen Blasmusikverband. Ein Stück mit schönen Melodienbögen und eingängigen Rhythmen. Auch wenn noch nicht alle kniffligen Passagen ganz lupenrein gemeistert werden konnten, gefiel das Stück dem Publikum. Es anerkannte die gute Leistung mit begeistertem Applaus.

Ferien auf Hawaii

Nun kam wieder das Ehepaar Steinauer zum Einsatz. Nach der Gründung von einem eigenen Dorf und einem eigenen Restaurant, nämlich dem «Newgüetli», hatten sie dringend Ferien nötig. Also ging es unvermittelt auf nach Hawaii. Das Musikstück «Hawaii 5-O» brachte dazu die nötige Ferienstimmung mit. Mit dem Titel «It don ' t mean a thing» vom berühmten Jazz musiker und Pianisten Duke Ellington trafen die Musikanten erneut den Geschmack des Publikums. Mutig vorgetragen mit dem modernen Swing Rhythmus kennt dieses Stück Alt und Jung. Ganz unerwartet forderte das Publikum mit langem Klatschen eine Wiederholung, die gerne gewährt wurde. Nach den Dankesworten der Präsidentin Monika Schönbächler stand noch der Hit der Blues Brothers «Everybody needs somebody» auf dem Programm.

Musikanten und Dirigent harmonieren

Die Musikantinnen und Musikanten der Feldmusik Gross unter ihrem jungen Dirigenten Sebastian Rauchenstein haben sich sehr gut zusammengefunden, die Harmonie ist im Einklang. Man konnte die Freude an der Musik und am Musizieren bei den Musikantinnen und Musikanten auch spüren und in den aufgestellten Gesichtern sehen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer freuten sich

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.11.2013

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schwyzkultur.ch/5wu2Zn