Gemeinsam wurde ein frohes Trinklied gesungen – locker mit dem Weinglas in der Hand. Bild Lilo Etter
Gemeinsam wurde ein frohes Trinklied gesungen – locker mit dem Weinglas in der Hand. Bild Lilo Etter

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«Sänger sollen Freunde sein»

Mit froh gestimmten Liedern beging der Männerchor Galgenen am Samstagabend in der gut besuchten Mehrzweckhalle sein 75-jähriges Bestehen. Ein Teil seiner Vorträge sang er zusammen mit dem Männerchor Kempraten, geleitet vom gemeinsamen Dirigenten, Bernhard Hettich.

Mit dem munteren Lied «Freude am Leben» eröffnete der Männerchor Galgenen sein festliches Gesangsprogramm. Vorgängig nannte Moderator Pirmin Bamert einige Zahlen aus der 75-jährigen Geschichte des jubilierenden Männerchors: 56 Ehrenmitglieder wurden ernannt, nacheinander wurde der Verein von 13 Präsidenten geführt und von neun Dirigenten geleitet. Heute zählt der Chor um die 20 Mitglieder wie in seinem Gründungsjahr 1935. Mit dem zweiten Lied, «Seifenblasen» liess der Männerchor Galgenen laut Bamert das ältestes Lied aus seinem Archiv, datierend von 1948, erklingen. Begleitet wurde es von Roman Künzle am Klavier, dazu war Dirigent Bernhard Hettich auch als Gesangssolist zu hören. Wehmütig erinnerte «Das Elternhaus» an glückliche Kindertage im alten Bauernhaus und das letzte Lied im ersten Teil «Guantanamera» führte temperamentvoll in südliche Gefilde.

Hebt das Glas zum Singen

Als wahres Multitalent erwies sich Moderator Pirmin Bamert. In den beiden Pausen stellte er jedes Mitglied des Männerchors Galgenen in Versform und mit einer witzigen, dazu passenden Karikatur vor. Den Mittelteil bestritt der Männerchor Kempraten mit drei lebhaften Liedern, darunter das rassige «Casatschok». Begeistert erklatschte sich das Publikum eine Zugabe. Es war ein vom Rhythmus geprägtes Lied auf die Vorzüge der Musik. Im letzten Teil schlossen sich die beiden Chöre zusammen und boten zuerst zwei Lieder aus dem Tessin wie «Ticino e Vino», dann aus Mexiko «Adelita», in dem Adelita als Schönste der Sierra verehrt wurde.

Immer wieder Zugaben

Wieder verlangten die Zuhörer vehement eine Zugabe. Doch zunächst bekamen die Sänger ein Glas Weisswein in die Hand, womit sie singend dazu aufforderten «Trink aus, es muss getrunken sein!». In der nach langem Klatschen gewährten zweiten Zugabe sangen die Männer in die Halle hinaus: «Sänger sollen Freunde sein». Umrahmt wurde das Konzert mit lüpfiger und gemütlicher Musik der Kapelle Carlo Brunner. Die Festwirtschaft führte die Amalia Zunft, welche 1955 als Folge einer Stammtischdiskussion aus dem Männerchor Galgenen hervorgegangen war. Die Jubla Galgenen betreute die Kaffeestube.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.10.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/dg91vt